March 26, 2018 / 9:09 AM / a month ago

Über 60 Tote bei Brand in Einkaufszentrum in Sibirien

Moskau (Reuters) - Bei einem Brand in einem Einkaufszentrum in Sibirien sind mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen.

Still photo taken from video provided by Russian Emergencies Ministry shows a site of a fire at a shopping mall in Kemerovo, Russia March 25, 2018. Russian Emergencies Ministry/Handout via REUTERS. ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVE. TPX IMAGES OF THE DAY

Unter den Opfern seien auch Kinder, teilten die Ermittlungsbehörden am Montag mit. Elf Menschen würden im Krankenhaus behandelt, darunter ein schwer verletzter Junge. Ob noch weitere Menschen vermisst wurden, war zunächst ebenso unklar wie die Brandursache. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf und erklärte, vier Personen seien im Zusammenhang mit dem Brand in der Stadt Kemerowo festgenommen worden.

Das am Sonntagnachmittag im Einkaufszentrum “Winterkirsche” ausgebrochene Feuer sei zunächst gelöscht worden, erklärte der Katastrophenschutz. Kurz darauf seien die Flammen jedoch wieder aufgelodert. In Fernsehbildern war dichter schwarzer Rauch zu sehen, der aus dem gelben Gebäude drang. Das Einkaufszentrum wurde in einer früheren Kuchenfabrik eingerichtet, das Gebäude hat nur wenige Fenster und Türen.

Rettungskräfte versuchten, in die oberen Stockwerke des Gebäudes vorzudringen. Erschwert werde das durch den Einsturz des Daches, erklärten die Notfalldienste. In dem Gebäude waren neben zahlreichen Geschäften auch ein Kino und ein Kinderspielplatz untergebracht.

Augenzeugen wurden mit den Worten zitiert, dass es keinen Feueralarm gegeben habe. Viele Menschen seien in dem Gebäude gefangen gewesen, weil die Ausgänge verschlossen gewesen seien. Auf Filmaufnahmen aus dem Gebäude war zu sehen, wie eine Gruppe Menschen in einem rauchgefüllten Treppenhaus versuchte, die blockierte Tür des Notausgangs zu zertrümmern. Der Fernsehsender Kanal Eins berichtete, einige Menschen seien von den oberen Fenstern ins Freie gesprungen, um sich vor den Flammen zu retten.

In einige Medienberichten hieß es, als Ursache für den Brand werde überwiegend ein Kurzschluss angenommen. Andere berichteten, der Vize-Gouverneur habe am Sonntag erklärt, ein Kind habe mit einem Feuerzeug gespielt und dabei den Schaumstoff eines Trampolins in Brand gesteckt. Die russische Kinderrechtskommissarin Anna Kusnezowa machte hingegen Inkompetenz als Grund aus und warnte, auch andere ähnlich gebaute Einkaufszentren könnten in Brand geraten. “Andere Regionen, die Chefs anderer Einkaufszentren, müssen sich jetzt sofort und ohne ein Warten auf Routineüberprüfungen fragen: Haben wir alles getan, was wir können, um sicherzustellen, dass das bei uns nicht geschieht?”

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