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Sibirische Ärzte - Wir haben Nawalnys Leben gerettet

An ambulance believed to be carrying Russian opposition leader Alexei Navalny is seen at Charite Mitte Hospital Complex where he will receive medical treatment in Berlin, Germany August 22, 2020. REUTERS/Christian Mang

Moskau (Reuters) - Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist nach den Worten russischer Ärzte nicht vergiftet worden.

“Wir haben sein Leben mit großer Mühe und Arbeit gerettet”, sagte Chefarzt Alexander Murachowski am Montag auf einer Pressekonferenz in der sibirischen Stadt Omsk, wo Nawalny bis zu seiner Ausreise nach Deutschland behandelt wurde. “Wenn wir eine Art Gift gefunden hätten, das sich irgendwie bestätigt hätte, wäre es für uns viel einfacher gewesen. Es wäre eine klare Diagnose, ein klarer Zustand und eine bekannte Behandlungsweise gewesen”, fügte Anatoli Kalinitschenko, ein leitender Arzt des Krankenhauses, hinzu. Die behandelnden Ärzte wiesen Vorwürfe zurück, die Ausreise Nawalnys auf Druck der Behörden verzögert zu haben.

Nawalny liegt im Koma und wird inzwischen in der Berliner Charite behandelt. Er war am Donnerstag auf einem Flug von Sibirien nach Moskau kollabiert und wurde nach einer Notfall-Zwischenlandung zunächst in einer Klinik in Omsk behandelt. Nawalny-Sprecherin Kyra Jarmusch sagte, es gebe immer noch keine neuen Einzelheiten über den Zustand des Oppositionspolitikers. Nur sie oder die behandelnden Ärzte seien in der Lage, zuverlässige Informationen zu liefern.

Der Filmproduzent Jaka Bizilj geht derweil davon aus, dass Nawalny noch Wochen bis zu einer Genesung braucht. Im Politik-Talk “Die richtigen Fragen” auf “Bild live” sagte Bizilj am Sonntagabend: “Aus meiner Sicht ist die entscheidende Frage, ob er das unbeschadet übersteht und seine Rolle weiter einnehmen kann.” Bizilj, der den Transport Nawalnys aus Sibirien nach Berlin zur Behandlung in der Charite mit seiner Organisation “Cinema for Peace” organisiert hatte, fügte hinzu: “Wenn er das unbeschadet übersteht, was wir alle hoffen, dann ist er sicherlich trotzdem mindestens ein, zwei Monate aus dem politischen Gefecht weg.”

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