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Weltnachrichten

Russlands Parlament prüft mögliche Verstrickung des Auslands im Fall Nawalny

Screens display the vote results during a session of Russia's lower house of parliament, which give an approval to constitutional changes in a final reading in Moscow, Russia March 11, 2020. REUTERS/Evgenia Novozhenina

Moskau (Reuters) - Das russische Parlament prüft, ob es eine Verstrickung ausländischer Kräfte in die Erkrankung des Oppositionellen Alexej Nawalny gibt.

Eine entsprechende Anordnung traf Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin am Dienstag in Moskau. “Der Sicherheitsausschuss der Staatsduma wird angewiesen zu analysieren, was geschehen ist, damit klarwird, ob es ein Versuch im Auftrag ausländischer Staaten war, der Gesundheit eines russischen Bürgers zu schaden, um so Spannungen innerhalb Russlands zu schüren und neue Vorwürfe gegen unser Land zu erheben.”

Nawalny ist einer der prominentesten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er war am Donnerstag auf einem Flug von Sibirien nach Moskau zusammengebrochen. Nach einer Notlandung in Omsk wurde er zunächst dort in einer Klinik behandelt und dann am Wochenende nach Berlin geflogen. Dort sprachen Ärzte der Charité von Hinweisen auf eine Vergiftung Nawalnys.

Trotz dieser ersten Erkenntnisse der Berliner Universitätsklinik sieht die russische Führung bislang keine Beweise für einen Giftanschlag auf Nawalny. Die Diagnose der Klinik sei kein definitiver Beleg dafür, sagte der Sprecher des Präsidialamtes, Dmitri Peskow, in Moskau in einer Online-Pressekonferenz. Eine Untersuchung der Umstände, die zu der schweren Erkrankung führten, sei deshalb nicht notwendig. “Im Moment sehen Sie und ich nur, dass der Patient im Koma liegt.”

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