July 3, 2009 / 5:24 AM / 10 years ago

Menschenrechtler prangern Kollektivstrafen in Tschetschenien an

Moskau (Reuters) - Menschenrechtler haben der tschetschenischen Führung Kollektivstrafen gegen die Familien von Aufständischen vorgeworfen.

So würden unter anderem die Häuser mutmaßlicher Rebellen niedergebrannt, berichtete die in New York ansässige Organisation Human Rights Watch am Donnerstag. Allein seit Juni vergangenen Jahres seien 26 solcher Fälle bekanntgeworden. Drahtzieher seien oft tschetschenische Sicherheitskräfte. Sprecher des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadirow lehnten eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab. In der überwiegend von Muslimen bewohnten Region kämpfen Rebellen seit Jahren für eine Unabhängigkeit von Russland.

Im April hatte die Moskauer Regierung nach zehn Jahren das Sicherheitsregime für Tschetschenien aufgehoben, die Auflagen eine Woche später aber teilweise wieder eingeführt. “Russland hat seine Anti-Terror-Offensive in Tschetschenien zwar für beendet erklärt, Menschenrechtsverletzungen sind aber mit Sicherheit nicht beendet”, so die russische Abteilung von Human Rights Watch weiter.

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