May 26, 2014 / 12:48 PM / 5 years ago

Zentralbank - Russische Wirtschaft gerät ins Trudeln

St. Petersburg (Reuters) - Im Sog der Ukraine-Krise wird die russische Wirtschaft nach Ansicht der Notenbank ins Trudeln geraten.

Zentralbankchefin Elvira Nabiullina rechnet für dieses Jahr nur noch mit einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent, wie sie Reuters in einem am Montag veröffentlichen Interview sagte. Es sei jedoch noch zu früh, von einer Rezession zu sprechen. Im ersten Quartal war die Wirtschaft um 0,5 Prozent geschrumpft. Die Diskussion über das Ausmaß des Wachstums sei jedoch weitgehend akademisch, ergänzte die Zentralbankchefin: “Es macht keinen Unterschied, ob es null Prozent, 0,2 oder 0,5 Prozent werden.”

Die USA und die EU haben Sanktionen gegen Personen und einzelne Firmen aus Russland verhängt. Der Westen wirft Moskau vor, sich die Krim völkerrechtswidrig einverleibt und zur Destabilisierung der Lage in der Ostukraine beigetragen zu haben. Die Wirkung ist aus Sicht Nabiullinas spürbar, jedoch “nicht umfangreich”. Noch im Februar hatte die Notenbank ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von bis zu zwei Prozent in diesem Jahr für möglich gehalten. Doch Investoren ziehen seit Monaten ihr Kapital aus Russland ab: In den ersten vier Monaten war die Summe mit rund 68 Milliarden Dollar höher als im gesamten Jahr 2013.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below