August 19, 2019 / 10:37 AM / a month ago

Yandex will Flotte an autonomen Fahrzeugen verzehnfachen

A self-driving car owned and tested by Yandex company drives along a road during a presentation in Moscow, Russia August 16, 2019. Picture taken August 16, 2019. REUTERS/Evgenia Novozhenina

Moskau (Reuters) - Das russische Google-Pendent Yandex will seine Flotte an selbstfahrenden Autos vergrößern.

Geplant sei, in den nächsten zwei Jahren bis zu eintausend autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, sagte Dmitri Polischtschuk, Leiter der Sparte autonomes Fahren von Yandex, in einem am Montag veröffentlichten Reuters-Interview. “Wir können die ersten tausend Autos ziemlich schnell innerhalb von anderthalb bis zwei Jahren produzieren.” Das Unternehmen hofft, bis Ende des Jahres mehr als 100 selbstfahrende Autos auf öffentlichen Straßen testen zu dürfen. Bisher umfasst die Flotte 90 Autos. Davon werden 35 Autos in Moskau getestet, allerdings mit einem Fahrer an Bord.

Die Vergrößerung der Flotte sei “notwendig, um Änderungen in den Algorithmen, die wir vornehmen, schnell zu überprüfen”, erläuterte Polischtschuk. Die russische Suchmaschine hat bisher nicht veröffentlicht, wieviel sie in die Technologie selbstfahrender Autos investiert. Der Spartenchef bezifferte allerdings die Kosten für ein Auto auf 6,5 Millionen Rubel (rund 87.600 Euro). Der erste Prototyp des Unternehmens habe noch 9,5 Millionen Rubel gekostet.

Yandex hatte 2016 mit der Entwicklung der Technologie für selbstfahrende Autos begonnen und ein Jahr später seine ersten Fahrzeuge präsentiert. Getestet werden die Autos in den russischen Technologieparks Skolkowo und Innopolis. Letztes Jahr erwarb Yandex eine Lizenz für Tests mit fahrerlosen Fahrzeugen in Israel. Das an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen erwäge auch, in den USA Lizenzen für Tests zu anzufragen, sagte Polischtschuk.

Analysten zufolge holt Yandex zur Google-Tochter Waymo auf. Die Technologie sei gleichwertig mit der der Branchenführer auf dem Gebiet der selbstfahrenden Autos, hieß es in einer im Januar veröffentlichten Studie der HSBC. Die Suchmaschine bietet auch die Lieferung von Lebensmitteln und zusammen mit Uber Mitfahr-Dienste in Russland, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien und Kasachstan an.

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