May 28, 2018 / 6:52 AM / 6 months ago

Südkoreas Präsident für mehr Arbeitstreffen mit Nordkorea

South Korean President Moon Jae-in speaks during a news conference at the Presidential Blue House in Seoul, South Korea, May 27, 2018.?REUTERS/Kim Hong-Ji

Seoul (Reuters) - Nach seinem spontanen Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat sich Südkoreas Präsident Moon Jae In am Montag für mehr informelle Kontakte und Arbeitstreffen ausgesprochen.

Moon und Kim waren am Samstag im Grenzort Panmunjom zu einem kurzfristig angesetzten Gespräch zusammengekommen. Dabei machten sie sich gemeinsam dafür stark, dass das am 12. Juni geplante Treffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump stattfindet. Dieser hatte die Begegnung am Donnerstag abgesagt, am Freitag aber signalisiert, dass sie doch noch stattfinden könnte. Unterdessen reisten US-Vertreter nach Nordkorea und Singapur, um den Gipfel vorzubereiten. An den Börsen sorgte diese Entwicklung für Entspannung und wieder steigende Kurse an den Aktienbörsen.

Die wichtigste Erkenntnis aus dem jüngsten Gipfeltreffen sei, dass die politischen Führer in der Lage sein sollten, einfacher Kontakt aufzunehmen, Termine zu vereinbaren und sich zu treffen, um dringende Probleme zu diskutieren, sagte Moon. Dies alles sollte ohne komplizierte Verfahren und Formalitäten wie ein informelles Treffen funktionieren.

USA SCHICKEN EXPERTEN ZUR GIPFELVORBEREITUNG IN DIE REGION

Nach Informationen aus US-Regierungskreisen gehören anerkannte Experten zu den US-Delegationen, die den Trump-Kim-Gipfel vorbereiten. So sei der frühere US-Botschafter in Südkorea, Sung Kim, ebenso einbezogen worden wie die Korea-Expertin im Nationalen Sicherheitsrat der USA, Allison Hooker, und ein Spezialist des Verteidigungsministeriums. “Die Entsendung solch eines erfahrenen und professionellen Teams signalisiert, dass die Trump-Regierung die Besonderheiten eines Abkommens ernst nimmt”, sagte der ehemalige Vize-US-Verteidigungsminister für die Region Ostasien, Abraham Denmark. Es sei auch das Eingeständnis, dass die Führung von Verhandlungen aus dem Amtszimmer des Präsidenten heraus nicht funktioniere und dass vor einem Gipfeltreffen die Details von den Experten ausgearbeitet werden müssten.

In der Kürze der Zeit dürften aber kaum alle unterschiedlichen Positionen ausgeräumt werden. Kernproblem ist die US-Forderung nach einer kompletten, überprüfbaren und unumkehrbaren Vernichtung der Atomwaffen Nordkoreas. Dessen Führung hatte in früheren Gesprächen als Voraussetzung dafür verlangt, dass die USA ihre Truppen aus Südkorea und ihren “atomaren Abschreckungsschirm” von Südkorea und Japan abziehen. Einseitige Schritte lehnt Nordkorea ab und spricht dagegen vom Ziel einer atomwaffenfreien Zone auf der gesamten koreanischen Halbinsel.

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