February 22, 2018 / 7:30 AM / 10 months ago

Nordkorea schickt Delegation auch zur Olympia-Abschlussfeier

Alpine Skiing - Pyeongchang 2018 Winter Olympics - Men's Giant Slalom - Yongpyong Alpine Centre - Pyeongchang, South Korea - February 18, 2018 - Demonstrators for a Unified Korea greet members of the North Korean delegation. REUTERS/Kai Pfaffenbach TPX IMAGES OF THE DAY

Seoul (Reuters) - Nordkorea entsendet auch zur Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Südkorea eine hochrangige Delegation.

Sie werde vom Vize-Vorsitzenden des Zentralkomitees der Partei, Kim Yong Chol, geleitet und bleibe drei Tage, teilte das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium am Donnerstag mit. Geplant sei auch ein Treffen mit Präsident Moon Jae In, sagte ein Vertreter des Präsidialamts. Zudem werde Ivanka Trump, eine Tochter von US-Präsident Donald Trump, nach Südkorea kommen. Geplant sei ein Abendessen mit Moon, aber kein Treffen mit einem nordkoreanische Regierungsvertreter, hieß es weiter.

Schon zur Eröffnungsfeier der Spiele in Pyeongchang waren hochrangige Delegationen aus Nordkorea und den USA zeitgleich in Südkorea. Ein Treffen von US-Vizepräsident Mike Pence mit Kim Yo Jong, der Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, wurde damals nach US-Angaben aber in letzter Minute von den Nordkoreaner abgesagt.

DELEGATIONSCHEF STEHT AUF SANKTIONSLISTE

Kim Yong Chol leitet die nordkoreanische Behörde, die für die Beziehungen zum Süden verantwortlich ist. Wegen dieser Funktion habe Südkorea ihn als Teil der Delegation akzeptiert und hoffe, dass dies helfen könne, die Beziehungen zwischen den verfeindeten Staaten zu verbessern und den Atomstreit zu entschärfen, sagte Südkoreas Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon im Parlament.

Kim steht allerdings wegen des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms auf einer Sanktionsliste der USA und Südkoreas. Dass er nun einreisen dürfe, diene dem Geist der Olympischen Spiele, hieß es aus Präsidialamtskreisen. Südkorea macht Kim für die Versenkung einer südkoreanischen Korvette im Jahr 2010 verantwortlich. Damals war Kim Chef eines Militärgeheimdienstes. Nordkorea bestreitet, etwas mit der Versenkung zu tun zu haben.

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