March 23, 2018 / 8:43 AM / 8 months ago

Amnesty prangert westliche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien an

Heckler & Koch weapons are pictured at a show room at the headquarters in Oberndorf, 80 kilometers southwest of Stuttgart, Germany, May 8, 2015. Picture taken May 8, 2015. REUTERS/Ralph Orlowski

Dubai (Reuters) - Amnesty International hat die Waffenlieferungen westlicher Länder an Saudi-Arabien und dessen Verbündete im Jemen-Konflikt angeprangert.

Sie sprächen dem internationalen Waffenhandelsabkommen Hohn, erklärte die für den Nahen Osten zuständige Amnesty-Direktorin Lynn Maalouf am Freitag. Der unverantwortliche Export von Waffen habe der Zivilbevölkerung im Jemen ungeheuren Schaden zugefügt und Leben zerstört. Namentlich nannte sie die USA, Großbritannien, aber auch Frankreich, Spanien und Italien.

Die Menschenrechtsorganisation listete 36 Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition seit 2015 auf, bei denen offenbar das Völkerrecht verletzt und möglicherweise Kriegsverbrechen begangen worden seien. Dabei seien 513 Zivilisten, darunter mindestens 157 Kinder getötet worden. Saudi-Arabien und seine Verbündeten haben wiederholt Vorwürfe von Kriegsverbrechen zurückgewiesen. Im Jemen liefern sich das Königreich und der Iran einen Stellvertreterkrieg um Einfluss in der Region. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kämpft gegen mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen. Amnesty zufolge haben sich auch die Rebellen möglicherweise Kriegsverbrechen schuldig gemacht.

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