July 13, 2020 / 9:49 AM / a month ago

Jemenitische Huthi - Haben Öl-Raffinerie in Saudi-Arabien getroffenen

FILE PHOTO: General view of Riyadh city, after the Saudi government eased a curfew, following the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19), in Riyadh, Saudi Arabia, June 21 2020. Picture taken June 21, 2020. REUTERS/Ahmed Yosri/File Photo

Dubai (Reuters) - Schiitische Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigener Darstellung bei einem Drohnen- und Raketenangriff eine Erdöl-Raffinerie im saudi-arabischen Dschisan getroffen.

Der Angriff auf die Öl-Anlage in der Hafenstadt am Roten Meer sei genau gewesen, erklärte ein Huthi-Militärsprecher am Montag. Zudem seien mit Drohnen Militärflugzeuge, Unterkünfte von Piloten und Patriot-Raketen-Abwehrsysteme in Chamis Muschait attackiert worden sowie andere militärische Ziele der Flughäfen in Abha, Dschisan und Nadschran im Südwesten des Landes. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition im Krieg gegen die von seinem Erzrivalen Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen erklärte, es seien vier ballistische Raketen und sechs mit Sprengstoff beladene Drohnen aus dem Jemen abgefangen und zerstört worden. Die Drohnen seien aus der von Huthi-Rebellen kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa gestartet.

Der Ölkonzern Saudi Aramco betreibt in Dschisan eine Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag. Eine Anfrage nach einer Stellungnahme ließ der Konzern unbeantwortet.

Nach dem Ende einer sechswöchigen Waffenruhe im Mai, die im Zuge der Coronavirus-Pandemie vereinbart worden war, hat die Gewalt zwischen beiden Seiten wieder zugenommen. Seit fünf Jahren bekämpft die von Saudi-Arabien geführte Allianz die Huthis im Jemen. Dort hatten die Rebellen Ende 2014 den von Saudi-Arabien unterstützten international anerkannten Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi gestürzt, dem sie Korruption und Misswirtschaft vorwarfen. 2015 schaltete sich Saudi-Arabien in den Konflikt ein und schmiedete die sunnitische Allianz.

Über 100.000 Menschen sind als Folge des Krieges bereits ums Leben gekommen. Die Vereinten Nationen sprechen von der weltweit größten humanitären Krise. Das erzkonservative Königreich Saudi-Arabien und der Iran, der sich als Schutzmacht der Schiiten begreift, ringen seit Jahren um die Vormachtstellung in der Region. Sunniten und Schiiten, die beiden größten Gruppen unter den muslimischen Glaubensrichtungen, bekämpfen sich immer wieder, auch in anderen Ländern.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below