April 23, 2013 / 11:13 AM / in 6 years

BASF trimmt Sparten auf Rendite und streicht 500 Stellen

Frankfurt (Reuters) - Der Chemiekonzern BASF reagiert auf den härteren Wettbewerb durch asiatische Anbieter und will mehrere Geschäftsfelder stärker auf Rendite trimmen.

Weltweit würden im Zuge der Schritte rund 500 Stellen bis Ende 2015 abgebaut, kündigte das Unternehmen am Dienstag an. Betroffen seien Sparten im Konzernbereich Performance Products - gebündelt sind dort unter anderem die Geschäfte mit Inhaltsstoffen für Körperpflege, Kosmetik, Pharmazeutika sowie mit Kunststoff-Zusätzen, Farbpigmenten und Chemikalien für die Papierherstellung. In dem gesamten Konzernbereich setzte BASF im vergangenen Jahr 15,7 Milliarden Euro um. Das Unternehmen hatte unlängst schon Restrukturierungen im Geschäft mit Wasser-, Ölfeld- und Bergbauchemikalien angekündigt.

“In einigen Marktsegmenten haben sich die Rahmenbedingungen durch fortschreitende Standardisierung und den Markteintritt neuer Wettbewerber signifikant verändert”, begründete BASF das Vorgehen. Weitere Schritte würden geprüft. Den schärferen Wettbewerb spürt der Chemieriese insbesondere im Geschäft mit Kunststoffzusätzen, Pigmenten sowie in der Wasser-, Leder- und Textilchemie.

Zwar hatte BASF sein weniger konjunkturanfälliges Spezialchemiegeschäft unter anderem durch die Übernahme der Chemiefirma Cognis aus Monheim bei Köln deutlich ausgebaut. Erst zu Jahresbeginn stärkten die Ludwigshafener ihr Geschäft mit Substanzen für die Gesundheits- und Ernährungsindustrie mit dem Kauf des norwegischen Unternehmens Pronova. Aber bei den Massenchemikalien - das sind standardisierte Produkte, die zumeist in großen Mengen produziert werden - ist BASF mit dem Wachstum und der Ertragskraft seiner Aktivitäten noch nicht zufrieden. Die neuen Umbauschritte erfolgen zusätzlich zum laufenden mehrjährigen Sparprogramms Step, das ab Ende 2015 jährlich rund eine Milliarde Euro zum Ergebnis beitragen soll.

STARKER UMBAU AM STANDORT BASEL

Der Standort Basel ist besonders stark vom Umbau betroffen. Bis Ende 2015 will der Konzern dort bis zu 350 Stellen abbauen. Unter anderem will BASF in den Geschäften mit Kunststoffzusätzen, Pigmenten und Harzen in Europa, die vor allem dort angesiedelt sind, schlagkräftiger werden. Das Forschungszentrum in Basel soll verkleinert und die Bürokratie dort verschlankt werden. Die Geschäft mit Papierchemikalien, das in Basel seinen Hauptsitz hat, ist von den neuen Einschnitten nicht betroffen. Finanzielle Angaben zu den erwarteten Einsparungen nannte der Konzern nicht.

Erst Ende März hatte BASF angekündigt, sein Geschäft mit Wasser-, Ölfeld- und Bergbauchemikalien neu aufzustellen. Im Zuge des Umbaus sollen 215 Stellen gestrichen werden, vor allem an den Standorten in Bradford und Grimsby in Großbritannien. Auch im der Bauchemie hatte der Konzern Umbauschritte eingeleitet. Dort sollten nach früheren Angaben vom Oktober europaweit etwa 400 Jobs gestrichen werden, in Deutschland etwa 70 Stellen.

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