February 29, 2012 / 7:44 AM / 8 years ago

Ackermann fordert mehr Kompetenzen für EU

Berlin (Reuters) - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordert von den EU-Staaten mehr Verzicht auf politische Kompetenzen zur Stärkung Europas.

Er plädierte in einem Beitrag für die “Bild”-Zeitung (Mittwochausgabe) dafür, “zusätzliche nationale Souveränitätsrechte auf die europäische Ebene zu übertragen und auch die Verfassungen der Mitgliedstaaten anzupassen”. Dies wäre kein Opfer, sondern ein Gewinn, betonte Ackermann. “Denn ohne ein stärker integriertes Europa gibt es, gerade für Deutschland, keine erfolgreiche Zukunft”, mahnte er. “Jeder Rückschritt bei der europäischen Integration kostet ein Mehrfaches dessen, was heute für die Bewahrung der EU und des Euro in Rede steht.”

Die Staatsschuldenkrise in Euro-Ländern habe die Schwächen im Gefüge der EU und der Währungsunion deutlich gemacht. “In den Krisenländern führt sie zu harten Sparzwängen und wachsender Arbeitslosigkeit. Für Länder wie Deutschland bringt sie milliardenschwere Transferbelastungen mit sich”, führte der Schweizer Spitzenbanker aus. Europa brauche nun eine stärkere Abstimmung der nationalen Wirtschafts- und Finanzpolitiken sowie eine verlässliche Beschränkung der Schuldenaufnahme. “Zwischenstaatliche Vereinbarungen wie der Stabilitäts- und Wachstumspakt reichen dafür nicht aus”, argumentierte Ackermann. “Nötig sind automatische, harte Sanktionen sowie eine enge supranationale Überwachung.”

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