November 19, 2019 / 1:35 PM / a month ago

Schweden stellt Vergewaltigungsermittlungen gegen Assange ein

WikiLeaks founder Julian Assange leaves Southwark Crown Court after being sentenced in London, Britain, May 1, 2019. REUTERS/Henry Nicholls

Stockholm (Reuters) - Die schwedische Justiz stellt ihre Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen mutmaßlicher Vergewaltigung ein.

Die Angaben der Klägerseite seien zwar glaubwürdig und zuverlässig, sagte die stellvertretende leitende Staatsanwältin Eva-Marie Persson am Dienstag. Aber nach fast einem Jahrzehnt erinnerten sich die Zeugen nicht mehr genau. Nach einer umfassenden Prüfung sei sie zu der Auffassung gelangt, dass die Beweismittel als Basis für eine Anklage nicht ausreichten. Die Ermittlungen würden daher nicht fortgeführt. Gegen diese Entscheidung könne allerdings Widerspruch eingelegt werden.

Assange hat die 2010 gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen. Der 48-jährige Australier sitzt derzeit in einem britischen Gefängnis. Gegen ihn liegen zwei Auslieferungsgesuche vor: aus Schweden wegen der Vergewaltigungsvorwürfe, und aus den USA, wo ihm unter anderem Verschwörung im Zusammenhang mit dem Hacken von Regierungscomputern und der Verstoß gegen ein Spionagegesetz vorgeworfen werden. Assange hatte fast sieben Jahre in der Londoner Botschaft Ecuadors gelebt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Im April war er festgenommen worden, nachdem Ecuador ihm keinen diplomatischen Schutz mehr gewähren wollte. Die Anhörung zum Auslieferungsantrag der USA ist für Februar angesetzt.

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