August 9, 2018 / 8:06 AM / 2 months ago

Personalvermittler Adecco verliert etwas an Schwung

Zürich (Reuters) - Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Europa ist am weltgrößten Personalvermittler Adecco nicht spurlos vorbeigegangen.

FILE PHOTO: The logo of Adecco is seen in front of a the group's commercial employment agency in Nantes, France, November 6, 2017. REUTERS/Stephane Mahe/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Im zweiten Quartal wuchs der Konzern aus Zürich nur noch um vier Prozent nach sechs Prozent im Vorquartal. Der Weltmarktführer begründete dies am Donnerstag mit einem niedrigeren aber immer noch guten Wachstum in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal sowie in den Benelux-Staaten, die in den Vorquartalen stark zugelegt hatten. Gegenüber dem Vorjahresquartal steigerte Adecco den Umsatz um ein Prozent auf 6,05 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone nur noch um 0,3 Prozent zum Vorquartal gewachsen - so langsam wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Vorauslaufende Indikatoren wie der Einkaufsmanagerindex

“Das Geschäft mit Temporäranstellungen läuft weiterhin stark”, sagte Konzernchef Alain Dehaze zu Reuters. Es gebe viel Unsicherheit auf der Welt und das veranlasse Firmen zu zeitlich befristeten Einstellungen. “Das ist ein Weg, mit der Unklarheit umzugehen.” Zudem werde die Abschwächung in Europa mit Verbesserungen in den USA ausgeglichen.

Auch operativ wurde der Konzern aus Zürich etwas gebremst. Wegen Übernahmen und Investitionen in neue Geschäftsbereiche wie die Digitalisierung ging der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 170 Millionen Euro zurück. Die Profitabilität dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte verbessern, sagte Dehaze.

Adecco befindet sich damit in bester Gesellschaft mit seinen Hauptkonkurrenten Randstad aus den Niederlanden und Manpower aus den USA, die ebenfalls eine Verlangsamung verspürt hatten.

Adecco verfehlte die Erwartungen der Analysten nur leicht. Diese hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 173 Millionen Euro und einem Umsatz von 6,106 Milliarden Euro gerechnet. An der schwächeren Schweizer Börse büßten die Aktien ein Prozent ihres Werts ein.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below