July 31, 2018 / 6:28 AM / 18 days ago

Credit Suisse bekräftigt Ziele trotz politischer Risiken

Zürich (Reuters) - Kurz vor Ende ihres auf drei Jahre angelegten Konzernumbaus sieht sich die Credit Suisse auf Kurs.

FILE PHOTO: Switzerland's national flag flies next to the logo of Swiss bank Credit Suisse at a branch office in Luzern, Switzerland October 19, 2017. REUTERS/Arnd Wiegmann/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Das zweitgrößte Schweizer Institut konnte den Gewinn im zweiten Quartal auf 647 Millionen Franken mehr als verdoppeln, wie Credit Suisse am Dienstag mitteilte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Gewinn von 626 Millionen Franken gerechnet. Für Credit Suisse zahlt sich damit der radikale Schwenk von einer Investmentbank hin zu einem Vermögensverwalter für reiche Privatkunden aus. “Wir sind durch mit der Restrukturierung”, erklärte Konzernchef Tidjane Thiam. Die Credit Suisse hat damit einen deutlichen Vorsprung auf die Deutsche Bank, die ungefähr gleichzeitig mit dem Umbau begann, aber immer noch mit zahlreichen Baustellen zu tun hat.

Wie der Erzrivale UBS warnte auch die Credit Suisse, dass geopolitische Spannungen sowie die Auswirkungen der Änderungen in der Geldpolitik der Zentralbanken für den Rest des Jahres zu Phasen mit erheblicher Unsicherheit führen und das marktabhängige Geschäft bremsen könnten. Dennoch bekräftigte der Konzern die von Analysten teilweise als ambitioniert eingestuften Rendite-Ziele für die einzelnen Divisionen im laufenden Jahr. Im kommenden Jahr soll die Eigenkapitalrendite auf zehn bis elf Prozent gesteigert werden. Im Halbjahr kam das Institut auf 7,2 Prozent. Die Verbesserungen sollen unter anderem von niedrigeren Finanzierungskosten und der Abwicklung von Geschäften mit Verlusten kommen. “Für das Jahr 2019 und darüber hinaus werden wir weiterhin eine verbesserte Profitabilität, höhere Renditen und einen steigenden Shareholder Value anstreben”, erklärte Thiam.

Vor allem in der Vermögensverwaltung läuft es rund. Von vermögenden Privatkunden sammelte das Institut im zweiten Quartal 9,1 Milliarden Franken ein. Damit steigerte die Bank die verwalteten Vermögen auf den Rekordwert von 784 Milliarden Franken. Im Wertpapier-Handelsgeschäft tat sich die Bank im zweiten Quartal schwer. Der Vorsteuergewinn der Sparte sackte um 42 Prozent ab. Hier hatten sich die großen US-Häuser Morgan Stanley, JP Morgan, Bank of America, Goldman Sachs und Citigroup zuletzt besser geschlagen.

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