March 19, 2020 / 1:00 PM / 17 days ago

Credit Suisse profitiert vom hohen Handelsvolumen

The logo of Swiss bank Credit Suisse is seen at its headquarters at the Paradeplatz square in Zurich, Switzerland October 1, 2019. REUTERS/Arnd Wiegmann

Zürich (Reuters) - Trotz der Coronavirus-Krise hat die Schweizer Großbank Credit Suisse im ersten Quartal 2020 bisher mehr verdient.

“Ich bin eigentlich sehr zufrieden, wie es uns unter den gegebenen Umständen geht”, sagte der neue Konzernchef Thomas Gottstein am Donnerstag auf einer per Telefon und Video abgehaltenen Investorenkonferenz. Im bisherigen Jahresverlauf habe das Institut sowohl in der Vermögensverwaltung als auch im Investmentbanking höhere Erträge erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum. Credit Suisse profitiere dabei vor allem von den massiv erhöhten Wertpapier-Handelsvolumen. Im Geschäft mit Wertpapier-Platzierungen herrsche dagegen Flaute.

In den ersten zwei Monaten 2020 liege der Gewinn vor Steuern über den 1,06 Milliarden Franken, die das Institut im gesamten ersten Quartal 2019 eingefahren hatte. Im Januar und Februar 2020 habe die Bank den Zielwert einer Eigenkapitalrendite von zehn Prozent übertroffen. Die Citibank-Analysten sprachen von einem starken Geschäftsgang. Die Absturz des Börsenkurses sei überzogen. Die Credit-Suisse-Aktie legte am Donnerstag bis zu neun Prozent zu. Am Vortag hatte bereits der Erzrivale UBS erklärt, dass sich die risikoarme Strategie in der gegenwärtigen Krise ausbezahlt habe. Auch die Deutsche Bank hatte erklärt, dass die Pandemie keine größeren Auswirkungen auf das Geschäft habe.

Credit Suisse komme zugute, dass die Bank unten seinem Amtsvorgänger Tidjane Thiam mit der Konzentration auf die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden und einer Aufpolsterung der Bilanz deutlich krisenfester geworden sei, sagte Gottstein. Zudem habe die Bank Kredite an Finanzinvestoren sowie an die von der Krise mit voller Wucht erfassten Öl- und Gasfirmen massiv zurückgefahren. Credit Suisse verfüge über eine starke Bilanz. Die Bank rechnet damit, dass Firmen in den kommenden Wochen verstärkt Kredite in Anspruch nehmen dürften. “In diesem Umfeld ist es sehr ratsam, mit den flüssige Mittel haushälterisch umzugehen”, sagte Finanzchef David Mathers.

In die gleiche Kerbe hieb die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma. Banken und Versicherungen seien auch für strenge Stressszenarien gut gewappnet. Sie mahnte jedoch, dass die Ausschüttungspolitik umsichtig bleiben müsse, insbesondere wenn es um Aktienrückkaufprogramme gehe.

Gottstein kündigte an, dass sich die Credit Suisse an einem Programm beteiligen werde, um kleineren Schweizer Firmen bei der Finanzierung zu helfen. Dabei würde das Risiko zwischen Banken und der Regierung aufgeteilt. Weitere Einzelheiten stellte er für die kommenden Tage in Aussicht.

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