July 31, 2019 / 6:00 AM / 25 days ago

Credit Suisse mit Gewinnsprung - Handel boomt

FILE PHOTO: The logo of Swiss bank Credit Suisse is seen at a branch in Winterthur, Switzerland November 2, 2017. REUTERS/Arnd Wiegmann/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Zürich (Reuters) - Die Credit Suisse hat im Frühling 2019 den höchsten Quartalsgewinn seit vier Jahren eingefahren.

Die zweitgrößte Schweizer Bank steigerte den Überschuss um 45 Prozent auf 937 Millionen Franken und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich, wie sie am Mittwoch mitteilte. Rund lief es vor allem im Schweizer Heimatmarkt und im Wertpapier-Handel. Dazu kamen Kostensenkungen. “Diese in einem anspruchsvollen Umfeld erzielten Ergebnisse zeigen, dass unsere Bank nach der dreijährigen Restrukturierung nun eine starke Marktposition und eine effiziente Plattform besitzt”, erklärte Konzernchef Tidjane Thiam.

Das Institut bestätigte auch das Gewinnziel für das Gesamtjahr, das viele Analysten für ambitioniert halten. Für 2019 peilt Credit Suisse eine Eigenkapitalrendite von zehn bis elf (2018: 5,5) Prozent an. Dies entspricht einem Gewinn von mindestens 3,7 Milliarden Franken. Im bisherigen Verlauf des dritten Quartals sei das Kundenengagement auf einem ansprechenden Niveau gewesen. Credit Suisse wies aber auch darauf hin, dass die Erträge im dritten Quartal wie üblich zurückgehen dürften, weil viele Kunden in den Ferien seien.

Im Handelsgeschäft kletterte der Vorsteuergewinn im Frühlingsquartal um 141 Prozent auf 357 Millionen Franken. Vor allem im Anleihenhandel schnitt das Zürcher Institut gut ab. Die Bank habe dabei vom Zinsumfeld in den USA profitiert. Zudem habe Credit Suisse im Aktiengeschäft seit dem dritten Quartal 2018 stetig Marktanteile gewonnen. Die US-Institute hatten im Investmentbanking dagegen mit starkem Gegenwind gekämpft, da sich viele Anleger wegen der Handelskonflikte und der Furcht vor einer Konjunktureintrübung zurückhalten.

Auch im Vergleich mit den europäischen Rivalen hat Credit Suisse einen guten Lauf. Bei der UBS lassen sinkende Zinsen und zurückhaltende Kunden die Wachstumspläne ein Stück weit in die Ferne rücken. Und die Deutsche Bank startete kürzlich einen weiteren tiefgreifenden Konzernumbau. Milliardenkosten für die Neuausrichtung und heftiger Gegenwind im Investmentbanking hinterließen im zweiten Quartal einen Milliardenverlust bei den Frankfurtern.

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