October 1, 2019 / 11:49 AM / 14 days ago

Anwalt - Ermittler in Beschattungs-Affäre begeht Selbstmord

The logo of Swiss bank Credit Suisse is seen at its headquarters at the Paradeplatz square in Zurich, Switzerland October 1, 2019. REUTERS/Arnd Wiegmann

Zürich (Reuters) - Ein in die Überwachung eines ehemaligen Credit-Suisse-Spitzenmanagers involvierter privater Ermittler hat dem Anwalt der beauftragten Sicherheitsfirma zufolge Selbstmord begangen.

Der Mann habe sich das Leben genommen, sagte Thomas Fingerhuth, Anwalt der Sicherheitsfirma Investigo, am Dienstag. Die Firma hatte den zum Rivalen UBS gewechselten Iqbal Khan beschattet. Der Mann habe als Mittelsmann die Überwachung durch die Detektei in die Wege geleitet, erläuterte Fingerhuth. Die Züricher Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet: “Wie üblich bei Todesfällen untersuchen Staatsanwaltschaft und Polizei die Umstände des Todesfalls”, erklärte ein Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft. “Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es keine Anzeichen für eine Dritteinwirkung, die zum Tod des Verstorbenen geführt hat.”

Der Präsident der Großbank, Urs Rohner, kondolierte den Angehörigen des Mannes. “Wir haben mit großer Trauer und Betroffenheit Kenntnis genommen von dem tragischen Tod eines externen Sicherheitsexperten, der für die Credit Suisse tätig war”, sagte er. “Wir sprechen seinen Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aus.” Darüber hinaus wollte sich der CS-Verwaltungsratschef nicht zu dem Vorfall äußern.

Die Credit Suisse trennt sich in der Affäre von zwei hochrangigen Mitarbeitern - dem für das operative Geschäft zuständigen Pierre-Olivier Bouee sowie dem Sicherheitschef des Instituts. Eine von der Bank bei der Anwaltkanzlei Homburger in Auftrag gegebene Untersuchung entlastete Konzernchef Tidjane Thiam in der Sache und erbrachte keine Anhaltspunkte, dass Khan versucht hätte, Mitarbeiter oder Kunden abzuwerben. Präsident Rohner erklärte, dass die Überwachung falsch und unverhältnismäßig war und zu einem schwerwiegenden Reputationsschaden für die Credit Suisse geführt hat. Er entschuldigte sich dafür bei Khan sowie den Aktionären, Kunden und Mitarbeitern der Bank.

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