December 18, 2017 / 8:48 AM / 7 months ago

Nestle trennt sich von US-Teegeschäft

Zürich (Reuters) - Der Nahrungsmittelriese Nestle drückt bei der Bereinigung seines Portfolios von wenig rentablen Geschäftsbereichen aufs Tempo.

A Nestle logo is pictured on a van outside the company headquarters in Vevey February 19, 2015. Nestle, the world's largest packaged foods maker, forecast sales to rise 5 percent this year, in line with its long-term goals, following a weaker year in 2014 that was hurt by deflation in Europe and slowing demand in Asia. REUTERS/Denis Balibouse (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS FOOD LOGO)

Die US-Tochter Nestle Waters North America verkauft die Teemarken Sweet Leaf Tea und Tradewinds an die Beteiligungsgesellschaft Fireman Capital Partners und an den Getränkehersteller Dunn’s River Brand, wie der Konzern am Montag mitteilte. Die Transaktion solle noch vor Jahresende abgeschlossen werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) schätzt den Verkaufspreis auf rund 100 bis 200 Millionen Franken. Nestle hatte die beiden Marken 2011 nach Angaben der ZKB für rund 100 Millionen Franken übernommen. “Die Transaktion ist für Nestle sehr klein. Interessant ist mehr die Tatsache, dass sich Nestle nach nur sechs Jahren aus einer Wachstumsnische verabschiedet, weil offensichtlich die kritische Größe nicht erreicht werden konnte”, kommentierte ZKB-Analyst Patrik Schwendimann.

Der weltgrößte Nahrungsmittelherstellers macht mit dem Verkauf einen weiteren Schritt zur Steigerung seiner Rentabilität. Vorstandschef Ulf Mark Schneider setzt auf den Ausbau von Wachstumsfeldern wie Kaffee, Tiernahrung, Wasser und den Gesundheitsbereich. Im Zuge dessen kündigte Nestle zuletzt den Kauf des kanadischen Vitamin- und Nahrungsmittelzusätze-Herstellers Atrium Innovations für 2,3 Milliarden Dollar an. Vor einem Monat erwarb Nestle in den USA den Anbieter von Kaffee-Produkten Chameleon Cold-Brew. Insidern zufolge sollen die Schweizer auch ein Auge auf das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des Darmstädter Merck-Konzerns geworfen haben. Andere Bereiche wie etwa das US-Süßwarengeschäft dagegen will Schneider verkaufen.

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