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Wirtschaftsnachrichten

SNB stemmte sich mit 90 Milliarden gegen Franken-Aufwertung

A Swiss National Bank logo is pictured on the SNB building in Bern, Switzerland September 3, 2019. REUTERS/Arnd Wiegmann

Zürich (Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Halbjahr 90 Milliarden Franken am Devisenmarkt eingesetzt, um einer Aufwertung des Frankens entgegenzuwirken.

Im zweiten Quartal wurden für 51,5 Milliarden Franken Fremdwährungen gekauft, wie aus den am Mittwoch auf der Internetseite der Notenbank veröffentlichten Bilanzdaten hervorgeht. Bereits im Auftaktquartal hatte die SNB mit 38,5 Milliarden Franken interveniert.

Die Währungshüter setzten neben Negativzinsen zuletzt immer stärker auf Devisenmarktinterventionen, um einer Aufwertung des aus ihrer Sicht hoch bewerteten Franken entgegenzusteuern, und sind auch künftig zu weitreichenden Eingriffen bereit. Denn die Schweizer Devise ist in unsicheren Zeiten bei Investoren als sicherer Hafen gefragt. Das treibt den Wechselkurs hoch und verteuert Schweizer Waren im Ausland - und schadet somit der exportorientierten Wirtschaft des Landes. Die Hauptexportwährung Euro, die im Zuge der Coronavirus-Krise im Mai vorübergehend auf den tiefsten Stand seit dem Frankenschock im Jahr 2015 gesunken war, kostet aktuell rund 1,0805 Franken.

Im Vorjahr hatte die SNB für insgesamt 13,2 Milliarden Franken Fremdwährungen gekauft. Die Notenbank hatte jüngst angekündigt, künftig quartalsweise über ihre Eingriffe am Devisenmarkt zu informieren. Die Interventionen haben der Schweiz den US-Vorwurf der Währungsmanipulation eingetragen.

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