July 18, 2018 / 6:46 AM / a month ago

Neue Medikamente geben Novartis Schwung

Zürich (Reuters) - Ein Wachstumsschub durch neue Medikamente bringt das Jahresgewinnziel für Novartis wieder in Reichweite.

FILE PHOTO: Swiss drugmaker Novartis' logo is seen at the company's plant in the northern Swiss town of Stein, Switzerland October 23, 2017. REUTERS/Arnd Wiegmann/File Photo

Im zweiten Quartal sorgte die anziehende Nachfrage nach den Hoffnungsträgern Cosentyx gegen Schuppenflechte und Entresto gegen Herzversagen für ein Plus beim bereinigten operativen Gewinn von währungsbereinigt sieben Prozent auf 3,54 Milliarden Dollar. “Operativ haben wir ein solides Wachstum vorzuweisen - mit steigenden Margen und einer starken Performance wichtiger Wachstumstreiber wie Cosentyx”, sagte Firmenchef Vas Narasimhan am Mittwoch. Damit kommt der Schweizer Konzern seinen Zielen ein gutes Stück näher: Im Gesamtjahr peilt Novartis hier ein Plus um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag an. Nach dem ersten Halbjahr kam die Firma auf ein Wachstum von sechs Prozent - nach vier Prozent im ersten Quartal.

Die Verkaufserlöse des weltgrößten Herstellers von verschreibungspflichtigen Medikamenten stiegen um fünf Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar. Auch damit liegt der Konzern im angepeilten Korridor: 2018 soll der Umsatz währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

Novartis profitierte im zweiten Quartal nicht nur von der voranschreitenden Markteinführung neuer Medikamente. Mit Cosentyx und Entresto will die Firma sinkende Umsätze bei anderen Medikamenten durch das Auslaufen des Patentschutzes reduzieren. Mit beiden Mitteln nahm Novartis mehr ein, als von Analysten erwartet. Darüber hinaus sorgte der Aufschwung bei der Augenheilsparte Alcon für Schub. Sie steigerte den bereinigten Betriebsgewinn um 14 Prozent. Der auf Chirurgie und Kontaktlinsen spezialisierte Bereich war lange Zeit ein Sorgenkind der Firma, doch jüngst gelang die Trendwende. Nun will Novartis die Sparte im ersten Halbjahr 2019 an die Börse bringen und die Aktien an die Novartis-Eigner abgeben. Mit einem geschätzten Firmenwert von bis zu 30 Milliarden Dollar ist es eine der größten Abspaltungen in der Schweizer Firmengeschichte.

Weniger Freude dürfte Firmenchef Narasimhan dagegen am Generika-Geschäft haben: Die Tochter Sandoz kämpft weiterhin mit dem anhaltenden Preisdruck in den USA. Der Umsatz ging um zwei Prozent zurück, das bereinigte operative Ergebnis um fünf Prozent.

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