October 16, 2019 / 5:13 AM / in a month

Pharmakonzern Roche hebt Messlatte erneut an

The logo of Swiss drugmaker Roche is seen at its headquarters in Basel, Switzerland February 1, 2018. REUTERS/Arnd Wiegmann

Zürich (Reuters) - Neue Medikamente geben dem Schweizer Pharmakonzern Roche Schub. Nach einem starken Geschäft im Sommerquartal hob der Basler Konzern die Umsatzprognose zum dritten Mal in diesem Jahr an.

Der Umsatz dürfte 2019 um einen hohen einstelligen Prozentbetrag steigen, teilte der weltgrößte Hersteller von Krebsmedikamenten am Mittwoch mit. Bislang war das Unternehmen von einem Anstieg um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag ausgegangen. Das Wachstum des bereinigten Gewinns je Genussschein und Aktie soll weitgehend dem Umsatzplus entsprechen. Die Vorgaben gelten unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen.

“Unsere neuen Medikamente werden im Markt sehr gut angenommen”, erklärte Konzernchef Severin Schwan. Er sei zuversichtlich, dass Roche auch über dieses Jahr hinaus weiter wachsen werde - auch dank einer guten Pipeline an noch nicht zugelassenen Arzneien. Im Zeitraum Januar bis September erwirtschaftete Roche 46,07 Milliarden Franken Umsatz - währungsbereinigt ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahrszeitraum. Vorbörslich kletterten die Roche-Titel um 1,8 Prozent. Gewinnzahlen veröffentlicht Roche nur zum Halbjahr und am Jahresende.

Motor des Wachstums waren vor allem das Multiple-Sklerose-Mittel Ocrevus sowie Tecentriq gegen Blasen- und Lungenkrebs. Aus regionaler Sicht fiel China auf. In dem Land zogen die Pharma-Umsätze um mehr als 50 Prozent an - vor allem, weil ältere Krebsmedikamente neu auch in ländlichen Regionen vertrieben wurden. Dieser Markt dürfte weiter wachsen, wenn auch nicht in diesem Tempo, erklärte das Roche-Management. Einen Medienbericht, wonach die USA zusätzliche Zölle auf Pharma-Importe aus der Schweiz erheben könnte, erteilte Schwan eine Absage: “Der Bericht basiert auf falschen Tatsachen.”

Nichts Neues gab es zur geplanten Übernahme der US-Gentherapiefirma Spark Therapeutics. Die Schweizer haben die Frist für das 4,3 Milliarden Dollar schwere Angebot wiederholt verlängert, weil die Behörden in den USA und Großbritannien mehr Zeit zur Prüfung des Deals brauchen. Roche erwartet den Abschluss der Transaktion weiterhin bis Ende des Jahres. Mit Spark würde Roche ins Rennen um die Entwicklung von Gentherapien einsteigen. Die Gen- und Zelltherapie gilt als große Zukunftshoffnung zum Kampf gegen verschiedene Krankheiten.

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