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Unternehmensnachrichten

Roche will hohe Stückzahlen von Antigen-Schnelltest liefern

Roche tablets are seen positioned in front of a displayed Roche logo in this photo illustration shot in Zenica, Bosnia and Herzegovina, January 22, 2016. Swiss drugmaker Roche on January 28, 2016 missed analyst expectations by posting 2015 core net income of 11.84 billion Swiss francs ($11.64 billion). Picture taken January 22, 2016. REUTERS/Dado Ruvic

Zürich (Reuters) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche will nach den Worten von Konzernchef Severin Schwan die Zahl der Antigen-Schnelltests zur Erkennung von Coronavirus-Infektionen hochfahren und schlussendlich pro Monat Stückzahlen im dreistelligen Millionenbereich erreichen.

Bei den PCR-Tests zur Erkennung des Erregers würden die Stückzahlen im zweistelligen Millionenbereich bleiben, sagte Schwan am Donnerstag in einer Online-Konferenz. Der Markt für Coronavirus-Tests sei völlig ausverkauft.

Roche entwickle derzeit einen Schnelltest mittels Speichelprobe, erklärte Schwan. Ein solcher Test könne auch von nicht medizinisch geschulten Personen durchgeführt werden und würde sich damit für Großveranstaltungen eignen. Derzeit ist für die Schnelltests, deren Ergebnis binnen 15 Minuten vorliegt, ein Abstriche im Nasen-Rachenraum nötig, der ausgebildetes Personal erfordert. PCR-Tests sind präziser als Antigen-Tests, aber deutlich teurer und nur in Labors machbar. Schwan zufolge kostet ein Roche-Antigen-Test weltweit einen mittleren einstelligen Euro-Betrag. Aufwendungen, beispielsweise für die Ausführung des Tests in einer Arztpraxis, kämen dann noch hinzu. PCR-Tests weisen das Genmaterial des Virus nach, Antigen-Tests dagegen Proteine der Virushülle.

Der Roche-Chef räumte ein, dass ihn die rapide anziehenden Coronavirus-Infektionszahlen in vielen Ländern überrascht hätten. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Gesundheitssysteme mit der zweiten Erkrankungswelle besser zurechtkommen als beim ersten Mal. Diesmal seien die Krankenhäuser gut vorbereitet und organisiert, sagte der Roche-Chef und rief Patienten dazu auf, nicht aus Angst vor einer Ansteckung vor Behandlungen zurückzuschrecken. “Das Infektionsrisiko in einem Spital ist mit Sicherheit geringer wie wenn sie in irgendwo in einem Blumenladen reingehen.”

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