February 19, 2015 / 1:43 PM / 5 years ago

Geldregen für Swiss-Re-Aktionäre trotz Gewinnrückgangs

CFO David Cole of the world's second biggest reinsurer Swiss Re addresses the annual news conference at the company's headquarters in Zurich February 19, 2015. Swiss Re the world's second largest reinsurer, offered a bumper dividend payout and a share buyback on Thursday, as falling prices make it harder for reinsurers to put capital to work. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS HEADSHOT)

Zürich (Reuters) - Der Preiskampf in der Rückversicherungsbranche beschert den Aktionären von Swiss Re einen Geldregen.

Der Rückversicherer aus Zürich gibt überschüssiges Kapital lieber an seine Eigentümer zurück als es ins Geschäft zu investieren - und bestätigt damit einen Branchentrend. Auch Marktführer Münchner Rück will derzeit nicht alle Mittel am hartumkämpften Rückversicherungsmarkt oder für Übernahmen einsetzen und schüttet Milliarden an seine Aktionäre aus.

Trotz eines Gewinnrückgangs im Vorjahr sollen - inklusive einer Sonderdividende von drei Franken - insgesamt 7,25 Franken je Aktie ausgezahlt werden, wie Swiss Re am Donnerstag ankündigte. Das ist zwar weniger als die acht Franken im Vorjahr, aber die Schweizer wollen binnen eines Jahres zusätzlich eigene Aktien für bis zu eine Milliarde Franken zurückkaufen. “Wir gehen davon aus, dass das Umfeld für den Erst- und Rückversicherungsmarkt in den kommenden Jahren herausfordernd bleiben wird”, erklärte Konzernchef Michael Lies.

Das härtere Umfeld bekam Swiss Re bei den Vertragserneuerungen im Januar bereits zu spüren. Die Schweizer mussten bei den Preisen für Katastrophenversicherungen Zugeständnisse machen, das Prämienvolumen ging um vier Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar zurück. Finanzchef David Cole geht davon aus, dass der Preisdruck anhält, solange sich am wirtschaftlichen Umfeld und dem niedrigen Zinsniveau nichts ändert.

Seit branchenfremde Anbieter das Rückversicherungsgeschäft für sich entdeckt haben, gehen vor allem die Preise für die Absicherung gegen Naturkatastrophen in den USA zurück. Hedge- und Pensionsfonds auf der Suche nach Rendite investieren stark in Katastrophenanleihen und sorgen damit für Überkapazitäten. Die Entwicklung macht den etablierten Anbieter zu schaffen.

AUFRÄUMARBEITEN IN DER LEBENS-SPARTE SCHMÄLERN GEWINN

Im operativen Geschäft lief es für Swiss Re 2014 rund. Die Prämien kletterten um acht Prozent auf 31,26 Milliarden Dollar. Vor allem die größte Geschäftssparte Sachversicherung glänzte. Sie blieb von teueren Katastrophen verschont und das Verhältnis von Schaden- und Verwaltungskosten zu Prämieneinnahmen lag bei niedrigen 83,7 Prozent. Dagegen kostete die in Angriff genommene Neuausrichtung des Lebensversicherungsgeschäfts und die verlustbringende Trennung von einer Konzerntochter in den USA viel Geld. Unter dem Strich sackte der Gewinn um 21 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar ab.

Swiss Re sieht sich weiterhin auf Kurs zu seinen Finanzzielen. Angestrebt wird im Schnitt ein Gewinnanstieg je Aktie von zehn Prozent und eine Eigenkapitalverzinsung, die 700 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegt. Ab kommendem Jahr gelten dann neue Vorgaben: Im Schnitt soll künftig das ökonomische Eigenkapital je Aktie um zehn Prozent zulegen und die Eigenkapitalrendite soll 700 Basispunkte über der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegen.

An der Börse legte die Swiss-Re-Aktien knapp ein Prozent zu.

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