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Unternehmensnachrichten

Swiss Re tastet vor Wechsel im Präsidium Zielvorgaben nicht an

FILE PHOTO: The logo of insurance company Swiss Re is seen in front of its headquarters in Zurich, Switzerland February 12, 2019. REUTERS/Arnd WIegmann

Zürich (Reuters) - Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat wenige Monate vor dem Wechsel im Präsidium seine seit 2016 geltenden Finanzzielen bekräftigt.

Der Fokus liege auf einer erstklassigen Kapitalausstattung und einer konstanten oder höheren Dividende, teilte der Konzern aus Zürich am Freitag vor einer Investorenveranstaltung mit. Konzernchef Christian Mumenthaler zeigte sich zuversichtlich, die Belastungen durch die Coronavirus-Pandemie erfolgreich zu bewältigen. “Wir fokussieren uns darauf, unsere Finanzziele zu erreichen und unsere Prioritäten im Kapitalmanagement umzusetzen”, sagte Mumenthaler. “Wir gehen davon aus, dass sich Covid-19 nur auf die Ertragskraft und nicht auf die Kapitalstärke der Gruppe auswirken wird und sich die Risikoexponierungen künftig verringern werden.”

Swiss Re hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, dass das Eigenkapital im Schnitt sieben Prozent mehr Ertrag abwerfen soll als zehnjährige US-Staatsanleihen. Aktuell entspräche das einer Eigenkapitalrendite von rund 7,8 Prozent. Davon ist der Konzern wegen milliardenschwerer Schadenzahlungen und Rückstellungen für Ansprüche im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie derzeit weit entfernt: Nach neun Monaten waren es minus 3,3 Prozent. Das Eigenkapital je Aktie - basierend auf den unternehmensinternen Modellen - soll jährlich um zehn Prozent steigen.

Beim zweitgrößten Rückversicherer nach Münchener Rück soll der frühere UBS-Chef Sergio Ermotti Mitte April den langjährigen Präsidenten Walter Kielholz ablösen.

SCHADEN- UND UNFALL-RÜCKVERSICHERUNG SOLL RENTABLER WERDEN

Die größte Sparte Schaden- und Unfall-Rückversicherung soll von einem sich verbessernden Mark- und Preisumfeld profitieren. Im kommenden Jahr wird ein bereinigter Schaden-Kosten-Satz von 96 Prozent oder tiefer angepeilt, womit sich Swiss Re etwas ambitionierter zeigt als bislang. Bis zu einer Marke von 100 Prozent sind Zahlungen für Schäden und Verwaltung durch Prämieneinnahmen gedeckt und je niedriger der Wert ist, desto rentabler ist das Geschäft. Im Bereich Corporate Solutions, dem Geschäft mit Versicherungen für Großkunden, soll der Schaden-Kosten-Satz bei 98 Prozent oder niedriger liegen. Der Turnaround der Sparte sei auf gutem Weg. Den Bereich Lebens-Rückversicherung sieht Mumenthaler weiter auf der Erfolgsspur.

Den Wert der digitalen Versicherungsplattform iptiQ beziffert Swiss Re mit rund zwei Milliarden Dollar. Das schlüsselfertige Angebot ohne eigenen Markenauftritt werde von 40 Partnern mit mehr als einer halben Million Kunden genutzt und haben Bruttoprämieneinnahmen von 300 Millionen Dollar.

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