May 28, 2018 / 5:27 AM / 5 months ago

Swiss Re und Softbank beenden Gespräche über Beteiligung

Zürich (Reuters) - Aus dem Einstieg des japanischen Softbank-Konzerns beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re wird vorerst nichts.

Zeno Staub, CEO of Swiss private bank and asset manager Vontobel, addresses a news conference in Zurich, Switzerland May 24, 2018. REUTERS/Arnd Wiegmann

Die beiden Unternehmen beendeten die Gespräche über eine Minderheitsbeteiligung des Technologie-Investors bei dem Konzern aus Zürich nach fast vier Monaten. Swiss Re wolle seine Technologiestrategie intern und in Zusammenarbeit mit externen Partnern vorantreiben, teilte die Eidgenossen am Montag mit. “In diesem Zusammenhang wird Swiss Re auch mögliche Kooperationsideen zwischen ihren Geschäftseinheiten und Unternehmen in Softbanks Netzwerk prüfen.”

Die beiden Unternehmen hatten seit Februar über einen Einstieg des japanischen Telekomkonzerns bei der Nummer zwei der Rückversicherungsbranche verhandelt. Im Gespräch war Swiss Re zufolge eine Beteiligung von höchstens zehn Prozent, nachdem in Medienberichten anfangs von einem Paket von bis zu einem Viertel die Rede war. Die üppig mit Kapital ausgestattete Swiss Re schloss zudem die Ausgabe neuer Aktien für eine mögliche Transaktion aus und wollte auch Titel aus dem Eigenbestand nicht an die Japaner weitergeben.

Weitgehend im Dunklen blieb, was sich die beiden Unternehmen von einer Partnerschaft versprachen. Die Swiss-Re-Spitze ließ lediglich durchblicken, dass sich die Schweizer Zugang zu Technologie und zum riesigen chinesischen Markt erhoffen und Gespräche über Angebote für Versicherungsprodukte mit Softbank-Tochterfirmen führten. Softbank selbst hielt sich zu seinen Plänen bedeckt.

Groß geworden ist Softbank als Mobilfunkanbieter, das Unternehmen agiert mittlerweile aber vermehrt als Technologie-Investor, etwa mit Beteiligungen an Alibaba oder Uber. Zuletzt hat der Konzern auch den Versicherungssektor entdeckt: Allerdings kommen der chinesische Internet-Versicherer ZhongAn und das US-Versicherungs-Startup Lemonade ebenfalls aus der Technologie-Ecke.

Die Swiss-Re-Aktien reagierten auf die Nachricht kaum: Die Titel stiegen im frühen Handel um 0,3 Prozent. Medienberichte hatten bereits berichtet, dass die Gespräche über einen Einstieg von Softbank auf der Kippe stehen. Analysten hatten wiederholt die Geschäftslogik einer Softbank-Beteiligung infrage gestellt. “Positiv ist jedoch, dass Swiss Re ihre technologischen Ideen weiterhin auch in Zusammenarbeit mit Gesellschaften entwickeln will, die der Softbank-Gruppe nahestehen, womit sie von deren Know-how voraussichtlich insbesondere im Bereich Telekom und Medien profitieren wird”, erklärte ZKB-Analyst Georg Marti.

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