July 27, 2012 / 6:10 AM / 7 years ago

Samsung baut im Smartphone-Markt Stellung vor Apple aus

An employee wipes the surface of Electronics Smart TV at a Samsung Electronics store in the company's main office building in Seoul July 27, 2012. Samsung Electronics Co, the world's top technology firm by revenue, reported on Friday a record operating profit of $5.9 billion for the June quarter, as rampant Galaxy S handset sales helped stretch its lead over Apple Inc. REUTERS/Kim Hong-Ji (SOUTH KOREA - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY EMPLOYMENT)

Seoul (Reuters) - Der Elektroriese Samsung wird mit seinen Smartphones eine immer größere Bedrohung für den US-Rivalen Apple.

Nach einem Rekordgewinn im zweiten Quartal nehmen die Südkoreaner Kurs auf noch größere Überschüsse vor dem Start des neuen Apple-iPhones im Herbst. Während die Amerikaner zuletzt die hochgesteckten Ziele verfehlten, baut Samsung seine Position als größter Smartphone-Hersteller der Welt aus. Die Absatzzahlen der Asiaten belegen, dass viele Kunden nicht auf die neue iPhone-Generation warten, sondern zu alternativen Modellen greifen. Rund 50,5 Millionen Galaxys verkaufte Samsung im abgelaufenen Quartal während Apple gerade einmal halb so viele iPhones absetzte.

Im Herbst bringt Microsoft sein neues Betriebssystem für Handys auf den Markt, dass auf Nokia-Geräten laufen wird und womöglich auch Einzug auf RIMs Blackberrys halten wird. Der Anteil dieser Apparate am Markt wird zwar verhältnismäßig klein sein, setzt Apple aber dennoch zusätzlich unter Druck.

Unabhängig von Apple werde Samsung im dritten Quartal stark dastehen, zeigte sich Analyst Byun Han Joon von KB Investment & Securities optimistisch. “Dass Apple stolpert, ist eine Chance.” Experten erwarten, dass die neue iPhone-Generation im Herbst die Wachstumsraten des Samsung-Modells Galaxy dämpft. Doch in den Büchern der Südkoreaner wird sich das kaum niederschlagen. Samsung ist der Hauptzulieferer für Displays, Prozessoren und andere Chips im iPhone und iPad. Gleichzeitig verklagt Apple die aggressiven Asiaten rund um den Globus und wirft ihnen vor, Produkte abgekupfert und gegen Schutzrechte verstoßen zu haben.

An die Ertragskraft der Amerikaner reicht Samsung trotz hoher Gewinne noch nicht heran. Im abgelaufenen Quartal kamen die Koreaner nach Angaben vom Freitag auf 4,5 Milliarden Dollar, Apple auf 8,8 Milliarden. Allerdings kämpfte Samsung zuletzt mit Gewinnrückgängen in seiner Chipsparte und brachte als Branchenführer sein Fernsehergeschäft erst im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone. “Die schwachen Speicherchippreise bleiben für Samsung die größte Sorge im dritten Quartal, aber sie werden wieder besser abschneiden als die Konkurrenz. Die Abhängigkeit von Apple ist geringer als bei Hynix oder Toshiba. Samsung hat weniger Margendruck”, sagte Analyst Seo Won-seok von Korea Investment & Securities. An der Börse animierten die positiven Aussichten Anleger zum Kaufe der Samsung-Aktie, die gut fünf Prozent zulegte.

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