May 3, 2018 / 5:24 AM / 6 months ago

Suche nach in Somalia entführter deutscher Krankenschwester

Mogadischu (Reuters) - In Somalia sucht die Polizei nach einer entführten deutschen Krankenschwester des Roten Kreuzes.

Red Cross workers attach a sticker to a box in the German Red Cross storage hangar at Schoenefeld airport outside Berlin January 15, 2010. The German Red Cross is to send on Saturday a mobile hospital to the earthquake region of Haiti. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: HEALTH)

Man sei in Kontakt mit den Behörden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstagmorgen mit. Weitere Informationen könnten nicht mitgeteilt werden. Unbekannte hatten die Frau laut IKRK und Polizei am Mittwoch in der Hauptstadt Mogadischu verschleppt. “Wir sind sehr besorgt um die Sicherheit unserer Kollegin”, sagte Daniel O’Malley, der stellvertretende Leiter der IKRK-Delegation in Somalia, am Mittwochabend. “Sie ist eine Krankenschwester, die jeden Tag gearbeitet hat, um Leben zu retten und die Gesundheit derer zu verbessern, die in Somalia am verletzlichsten sind.” Zu der Entführung hat sich zunächst niemand bekannt.

Die Krankenschwester, deren Identität das IKRK nicht bekanntgab, wurde von Bewaffneten aus dem Rotkreuz-Gebäude verschleppt. Die Entführer seien durch einen Hinterausgang mit ihrer Geisel entkommen, um den am Hauptzugang postierten Wachposten zu entgehen, teilte die Hilfsorganisation mit. Anwohner berichteten, die Polizei und weitere Sicherheitskräfte hätten das Gelände abgeriegelt.

In dem Land am Horn von Afrika werden einheimische Mitarbeiter von Hilfsorganisationen häufig entführt und auch getötet. Ausländische Hilfskräfte hingegen waren in den vergangenen Jahren weitaus seltener Ziel von Banden, die versuchen, Lösegeld zu erpressen.

Nachdem Kriegsherren im Jahr 1991 Diktator Siad Barre aus dem Amt gejagt hatten, versank Somalia im Chaos. Es herrschte Gesetzlosigkeit, bewaffnete Milizen lieferten sich jahrelang erbitterte Kämpfe. Vor der Küste bedrohten Piraten wichtige internationale Schifffahrtsrouten. Zwar hat sich die Lage in den vergangenen Jahren etwas entspannt, Parlaments- und Präsidentenwahlen wurden abgehalten. Doch noch immer verübt die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz, die mit Al Kaida verbündet ist, Anschläge in Mogadischu und andernorts.

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