November 5, 2019 / 8:36 AM / 12 days ago

Siemens Gamesa streicht 600 Stellen - Erholung verzögert sich

The Siemens Gamesa logo is displayed outside the company headquarters in Zumudio, near Bilbao, Spain, November 28, 2017. REUTERS/Vincent West

München/Madrid (Reuters) - Siemens Gamesa, die spanische Windkraft-Tochter von Siemens, will angesichts des anhaltenden Preisdrucks in den nächsten zwei Jahren weltweit weitere 600 Arbeitsplätze in der Verwaltung streichen.

Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern hätten am Dienstag begonnen, teilte Siemens Gamesa mit. Das Unternehmen müsse wettbewerbsfähiger werden, da der Preisdruck in der Branche zumindest kurzfristig anhalte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) verdoppelte sich der Nettogewinn zwar auf 140 Millionen Euro, die um Sondereffekte bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) landete aber mit 7,1 Prozent wie befürchtet am unteren Ende der eigenen Erwartungen. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, erwartet hatte Siemens Gamesa zuletzt 10,0 bis 10,5 Milliarden. Der Auftragsbestand summierte sich Ende September auf einen Rekordwert von 25,5 Milliarden Euro, weil vor allem mehr Orders für Windräder auf hoher See hereinkamen.

Für das neue Geschäftsjahr macht sich Vorstandschef Markus Tacke auf weiter sinkende Renditen gefasst. 2019/20 werde “ein Übergangsjahr”, erklärte Siemens Gamesa. Die Ebit-Marge werde zwischen 5,5 und 7,0 Prozent liegen, bei Umsätzen von 10,2 bis 10,6 Milliarden Euro. Besser werden soll es erst zwei Jahre später: Von 2021/22 an peile Siemens Gamesa eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent an - die hatte Tacke bisher schon für das laufende Jahr in Aussicht gestellt.

Erst im September hatte das Unternehmen den Abbau von bis zu 600 Stellen in Dänemark angekündigt. Die Übernahme von Teilen des insolventen Rivalen Senvion - darunter die Produktion von Rotorblättern in Portugal - hatte Ängste vor weiteren Kürzungen in den eigenen Werken in Spanien geschürt. Gamesa erklärte aber, damit verringere man die Abhängigkeit von Zulieferern in Asien.

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