28. September 2017 / 05:47 / vor 22 Tagen

Insider - Musik-Streamingdienst Spotify 16 Milliarden Dollar wert

Headphones are seen in front of a logo of online music streaming service Spotify in this illustration picture taken in Strasbourg, February 18, 2014. Spotify is recruiting a U.S. financial reporting specialist, adding to speculation that the Swedish start-up is preparing for a share listing, which one banker said could value the firm at as much as $8 billion. REUTERS/Christian Hartmann (FRANCE - Tags: BUSINESS ENTERTAINMENT LOGO)

London/Stockholm (Reuters) - Der defizitäre Musik-Streamingdienst Spotify kommt Insidern zufolge mittlerweile auf eine Bewertung von rund 16 Milliarden Dollar.

Eine rege Nachfrage nach Anteilsscheinen auf dem Sekundärmarkt habe dazu beigetragen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Die Aussicht auf einen gigantischen Börsengang sei damit gestiegen. Zuletzt hatte sich die Bewertung um 13 Milliarden Dollar bewegt.

Experten gehen davon aus, dass das schwedische Unternehmen bei einem Sprung auf das Handelsparkett mindestens 20 Milliarden Dollar wert sein könnte. Der Musik-Streamingdienst dürfte Ende 2017 einen Antrag auf eine direkte Registrierung bei einem Börsenplatz stellen, verlautete weiter aus den Kreisen. Bei dem ungewöhnlichen Verfahren werden keine Konsortialführer benötigt. Die Emission sei für das erste oder zweite Quartal 2018 vorgesehen. Spotify wollte sich nicht dazu äußern.

Spotify wuchs zuletzt kräftig, rutschte aber immer tiefer in die roten Zahlen. Der Verlust verdoppelte sich 2016 auf 600 Millionen Dollar. Grund dafür waren massive Investitionen in Produktentwicklung und Auslandsexpansion. Der Umsatz schoss um mehr als 50 Prozent in die Höhe auf 3,4 Milliarden Dollar. Spotify hatte vor kurzem die Marke von 60 Millionen zahlenden Kunden geknackt. Das 2006 gegründete Unternehmen ermöglicht es seinen Nutzern, gegen Bezahlung Musik von großen Plattenfirmen wie Sony, EMI, Warner Music Group und Universal über das Internet zu hören. Spotify muss jedoch mehr als 80 Prozent der Einnahmen an Plattenfirmen und Künstler abführen.

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