October 22, 2019 / 6:26 AM / a month ago

Starkes Smartphone-Geschäft schiebt Gewinn von Chiphersteller AMS an

FILE PHOTO: Employees of Austrian sensor specialist AMS work in their factory in Unterpremstaetten, Austria October 3, 2019. REUTERS/Leonhard Foeger/File Photo

Wien (Reuters) - Der um den Münchener Lichtkonzern Osram buhlende österreichische Chip- und Sensorhersteller AMS hat im dritten Quartal von einem starken Smartphone-Geschäft und einer höheren Nachfrage nach 3D-Sensoren profitiert.

Der Umsatz stieg um 41 Prozent auf 645 Millionen Dollar und lag damit über der Zielspanne von 600 bis 640 Millionen Dollar, wie das steirische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg auf 178 Millionen Dollar nach 57,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Für das Schlussquartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 610 und 650 Millionen Dollar.

Hauptkunde von AMS ist Apple, unter anderem liefern die Österreicher die Sensorik für iPhone-Displays und die 3D-Gesichtserkennung. Ende letzten Jahres hatte der Konzern unter der schleppenden Nachfrage nach den neuesten iPhones gelitten. In laufenden Geschäftsjahr hatte sich die Nachfrage sukzessive erholt und die Erlöse legten zu.

Die an der Züricher Börse gelistete AMS ist weiterhin an einem Kauf von Osram interessiert. Am Freitag hatte das Unternehmen ein neues Übernahmeangebot angekündigt, wobei am Preis von 4,6 Milliarden Euro und an den Zugeständnissen nichts geändert werde. Allerdings senkte AMS die Mindestannahmeschwelle auf 55 Prozent. Vor rund zwei Wochen waren sie mit einer Annahmequote von 51,6 Prozent an der selbst gesteckten Hürde von 62,5 Prozent gescheitert. Vorbehaltlich der Zustimmung der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) erwartet AMS den Beginn der neuen Angebotsfrist bis Ende Oktober. Osram-Chef Olaf Berlien steht der neuen Offerte nun wohlwollender gegenüber. Denn eine mögliche Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain Capital und Advent, die Osram dem AMS-Angebot vorgezogen hätte, ist vom Tisch. AMS ist mit knapp 20 Prozent bereits größter Aktionär des Münchener Traditionskonzerns.

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