March 4, 2020 / 6:58 AM / 25 days ago

Sorgenkind Schuler bremst Anlagenbauer Andritz aus

A flag with the logo of Austrian machinery maker Andritz flies outside the company's headquarters in Vienna, Austria, March 1, 2016. REUTERS/Heinz-Peter Bader

Wien (Reuters) - Dem steirischen Anlagenbauer Andritz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Schwäche am internationalen Automobilmarkt und die Restrukturierung bei der deutschen Tochter Schuler zu schaffen gemacht.

Zeichen der Erholung seien sowohl für die Stahl- als auch für Automobilindustrie vorerst keine in Sicht, teilte der Grazer Konzern am Mittwoch mit.

Trotz eines hohen Auftragsstands, vor allem im Bereich Zellstoff und Papier, sieht rechnet Andritz im laufenden Geschäftsjahr nicht mit großen Sprüngen. Bei einem leichten Umsatzplus sei nur mit einem stabilen operativen Gewinn zu rechnen, wurde der Ausblick bekräftigt. Begründet wurde dies mit margenschwächeren Großprojekten sowie mit einer schwächeren Entwicklung des Bereich Metals, der unter der anhaltenden Schwäche der Automobilbranche leidet. Vor allem beim Pressenhersteller Schuler seien Kapazitätsanpassungen notwendig, die im laufenden Jahr und 2021 umgesetzt würden. Das Göppinger Unternehmen, das rund drei Viertel seines Umsatzes mit der Automobilbranche erwirtschaftet, muss seine Kosten deutlich senken. Dies werde sich aber erst 2021 positiv auf das Ergebnis auswirken, erklärte der Konzern. Früheren Angaben zufolge ist der Abbau von rund 500 Stellen - hauptsächlich in der Fertigung - vorgesehen. Darüber hinaus seien auch für die anderen Bereiche Vorsorgen für kleinere kostenseitige und organisatorische Anpassungen gemacht worden. Details wurden nicht genannt.

“Mit den für dieses Jahr geplanten Anpassungsmaßnahmen setzen wir die richtigen Schritte, um die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der Gruppe langfristig sicherzustellen”, sagte Konzernchef Wolfgang Leitner. Noch nicht abschätzbar seien die Auswirkungen des Coronavirus. Sollte sich die globale Weltwirtschaft 2020 unerwartet stark eintrüben, sei auch mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung zu rechnen, sagte Leitner.

Mit der Nachfrage gab sich der Andritz-Chef zufrieden. “Drei unserer vier Geschäftsbereiche haben sich trotz des globalen schwierigen Konjunkturumfelds erfreulich entwickelt.” Der Auftragseingang stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 9,6 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Aufgrund der Restrukturierung bei der Tochter Schuler schrumpfte das operative Ergebnis (Ebita) auf 343,2 Millionen Euro nach 394,3 Millionen Euro. Bereinigt um diese Sondereffekte belaufe sich das Ebita auf 456,0 (415,0) Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 127,8 (222,0) Millionen Euro. Die Dividende werde nun um mehr als die Hälfte auf 0,70 (1,55) Euro je Aktie gekürzt.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below