March 18, 2020 / 2:04 PM / 18 days ago

Österreich stellt 38 Mrd Euro an Wirtschaftshilfe bereit

Tourists take a ride a traditional Fiaker horse carriage near Graben in the centre of Vienna, Austria September 3, 2019. Picture taken September 3, 2019. REUTERS/Leonhard Foeger

Wien (Reuters) - Die österreichische Bundesregierung will den Unternehmen des Landes aufgrund der Coronavirus-Krise mit einem 38 Milliarden Euro schweren Hilfspaket unter die Arme greifen.

Ziel sei es, damit eine massive Arbeitslosigkeit zu verhindern, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Wien.

Bislang hatte die Regierung lediglich ein vier Milliarden Euro schweres Hilfspaket versprochen. Nun gelte es aber, “koste es was es wolle”, Arbeitsplätze zu sichern, betonte Kurz. Man werde daher weitere neun Milliarden Euro an Garantien, 15 Milliarden Euro an Soforthilfe und zehn Milliarden Euro an Steuerstundungen bereitstellen, sagte der konservative Politiker. Das Arbeitsmarktservice (AMS) hatte zuletzt bekanntgegeben, dass es allein am Montag 16.000 Anträge auf Arbeitslosengeld gab.

Gleichzeitig verabschiedete sich Österreichs konservativ-grüne Koalition von ihrem Versprechen, einen Haushalts-Überschuss zu erzielen. 2020 sei nun mit einem Budgetdefizit von zumindest einem Prozent der Wirtschaftsleistung zu rechnen, sagte Finanzminister Gernot Blümel. Allerdings sei dies eine “Momentaufnahme”, wie hoch das Minus letztendlich ausfallen werde, sei noch nicht abschätzbar. “Entscheidend ist jetzt nicht, wie die einzelnen Zahlen derzeit aussehen. Das einzige entscheidende ist, dass wir jetzt so rasch wie möglich Menschen, Arbeitnehmern und Betrieben in Österreich helfen”, sagte Blümel, der am Freitag im Parlament eine kurze Erklärung zur Haushaltslage abgeben wird. Die traditionelle Budgetrede entfällt wegen der Virus-Krise.

In Österreich gibt es mittlerweile 1471 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das Land hat als Nachbarland zu dem besonders stark betroffenen Italien bereits am Montag das öffentliche Leben massiv eingeschränkt. Geschäfte, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind, wurden ebenso geschlossen wie Restaurants und Schulen. Die Menschen sind angehalten zu Hause zu bleiben.

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