February 28, 2020 / 7:08 AM / 4 months ago

Erste Group hebt trotz niedrigeren Nettogewinn Dividende an

The logo of Erste Group Bank is seen outside of one of its branch offices in Vienna, Austria, September 27, 2016. REUTERS/Leonhard Foeger

Wien (Reuters) - Österreichs größtes Geldhaus Erste Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von der brummenden Wirtschaft in Osteuropa und einem anhaltend günstigen Risikoumfeld profitiert.

Während die Bank 2019 operativ zulegten konnte, schrumpfte der Gewinn aber unter dem Stich auf 1,5 Milliarden Euro nach 1,8 Milliarden Euro, wie aus den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Zu schaffen machte dem Institut ein verlorener Rechtsstreit in Rumänien, wofür eine Rückstellung von 153 Millionen Euro fällig wurde, sowie eine Abschreibung in der Slowakei. Aktionäre sollen dennoch eine höhere Dividende von 1,50 (1,40) Euro je Aktie erhalten.

“Die Steigerung des Betriebsergebnisses um 8,7 Prozent auf nahezu drei Milliarden Euro zeigt eindrucksvoll, dass die Erste Group kerngesund ist”, sagte Bankchef Bernhard Spalt. Dies sei im europäischen Bankensektor momentan eher selten, fügte er an. Im Schlussquartal kam die Erste Group allerdings nicht vom Fleck. Der Betriebsgewinn (Ebit) stagnierte bei 739,4 (740,6) Millionen Euro. Die Österreicher liegen damit aber über den Erwartungen. Laut Angaben auf der Internetseite der Bank hatten Analysten für das vierte Quartal im Schnitt mit einem Ebit von 708,9 Millionen Euro gerechnet.

Unterstützend für die Geschäfte wirkte die wirtschaftliche Entwicklung in den osteuropäischen Kernmärkten. “Die Region, in der wir aktiv sind, weist die höchste wirtschaftliche Dynamik in Europa aus”, sagte Spalt, der zu Jahresbeginn das Ruder vom langjährigen Vorstandschef Andreas Treichl übernommen hatte. Dies habe zu einer sieben-prozentigen Steigerung sowohl der Einlagen als auch des Kreditvolumens geführt, erklärte die Bank. Auch für das laufende Jahr erwarten die Österreicher ein Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Erste Group betreibt mit rund 47.000 Mitarbeitern über 2600 Filialen in sieben Ländern Mittel- und Osteuropas und zählt zu den größten Kreditgebern in der Region. Die von Aufholbedarf geprägte Region ist nach wie vor der Wachstumsmotor.

Verbessern konnte die Erste Group ihre Kostenstruktur: Die Kosten-Ertrags-Relation (CIR) reduzierte sich auf 59,0 (60,5) Prozent. Bis 2024 soll diese zentrale Kennzahl für die Effizienz eines Kreditinstituts auf etwa 55 Prozent sinken, wie die Bank im November auf ihrem Kapitalmarkttag ankündigte.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below