June 15, 2020 / 1:50 PM / 2 months ago

Immofinanz will Kapital aufpolstern - Aktie bricht ein

The logo of Austrian real estate group Immofinanz is pictured on top of the company's headquarters building in Vienna August 13, 2010. REUTERS/Heinz-Peter Bader/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE Ð SEARCH ÒBUSINESS WEEK AHEAD SEPTEMBER 19Ó FOR ALL IMAGES

Wien (Reuters) - Der Wiener Immobilienkonzern Immofinanz will sein Kapitalpolster stärken und erwägt dafür die Ausgabe einer Wandelanleihe sowie eine Privatplatzierung von Aktien bei institutionellen Investoren.

Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Insgesamt sollen nicht mehr als rund 28 Millionen Stück Aktien platziert werden, was rund 25 Prozent des Grundkapitals entspricht. Damit könnte der auf Gewerbeimmobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa fokussierte Konzern rund 450 Millionen Euro aufnehmen. Börsianer reagierten verschreckt, da durch solche Transaktionen der Streubesitz massiv verwässert werden könnte. An der Wiener Börse verloren die Immofinanz-Papiere über sechs Prozent auf 15,3 Euro.

Mit dem Geld sollten Schulden refinanziert, das Investmentgrade-Rating gestärkt und Wachstumschancen genutzt werden, erklärte der Konzern. Derzeit wird Immofinanz von Standard & Poor’s mit “BBB-“ und stabilem Ausblick bewertet. Unternehmensangaben zufolge müssen in diesem und im nächsten Jahr insgesamt rund 300 Millionen Euro an Bankverbindlichkeiten getilgt werden. Ob und welche der Kapitalmaßnahmen durchgezogen werden, hänge vom Marktumfeld, vom Kaufinteresse der Investoren sowie von der Zustimmung des Aufsichtsrates ab, hieß es. Das gelte auch für den Zeitpunkt und die konkreten Bedingungen.

Eine Kombination aus Barkapitalerhöhung und Veräußerung eigener Aktien könne zusammen insgesamt bis zu 22,4 Millionen Stück Aktien umfassen. Das entspricht rund 20 Prozent des Grundkapitals. Darüber hinaus prüft der Konzern die Emission einer Wandelanleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren. Hierfür würden anfänglich bis zu 16,8 Millionen Stück Aktien in Betracht gezogen, was etwa 15 Prozent des derzeitigen Grundkapitals entspricht.

Der Immobilienkonzern war im ersten Quartal wegen Corona-bedingten Abwertungen in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich steht ein Verlust von 37,6 Millionen Euro nach einem Gewinn von 30,4 Millionen Euro ein Jahtr zuvor. Immofinanz zeigte sich zuletzt offen, Fusionsgespräche mit dem Wiener Rivalen S Immo wieder aufzunehmen. Ab wann wieder verhandelt werden könnte, ließ das Unternehmen allerdings angesichts der Corona-Krise offen.

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