July 2, 2018 / 9:56 AM / in 5 months

Österreichs Kanzler Kurz gegen Asylanträge in Aufnahmezentren

Austrian Chancellor Sebastian Kurz leaves a European Union leaders summit in Brussels, Belgium, June 29, 2018. REUTERS/Eric Vidal

Wien (Reuters) - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich dagegen ausgesprochen, dass Flüchtlinge in möglichen Aufnahmezentren in Nordafrika Asylanträge stellen können.

Das erzeuge einen “irrsinnigen Pull-Faktor”, sagte Kurz am Montag in einem ORF-Radiointerview. Die Frage sei auch, ob “alle 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, wirklich automatisch das Recht haben, dass sie einen Asylantrag in Europa stellen können, oder ob sie den nicht auch anderswo auf der Welt stellen könnten.” Diese Debatte werde noch zu führen sein.

Kurz ergänzte, es sei schlauer, die Menschen direkt aus den Krisengebieten zu holen als zuerst einen Anreiz zu setzen, dass sie die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer anträten. Ziel sei es, dass “die Menschen, die künftig im Mittelmeer gerettet werden, nicht mehr nach Europa gebracht werden, sondern außerhalb Europas aussteigen”.

Österreich hat Anfang Juli den EU-Ratsvorsitz für ein halbes Jahr übernommen. Kurz, der mit seiner konservativen Volkspartei (ÖVP) eine Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ führt, hat angekündigt, einen Schwerpunkt auf das Thema Migration zu legen.

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