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Weltnachrichten

Österreichs Kanzler will Corona-Maßnahmen nachschärfen

Austrian Chancellor Sebastian Kurz gestures as he speaks during a news conference, amid the coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Vienna, Austria, August 18, 2020. REUTERS/Lisi Niesner

Wien (Reuters) - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat angesichts steigender Infektionszahlen eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den Raum gestellt.

Die Regierung werde die Situation für den Herbst am Mittwoch neu bewerten, sagte Kurz am Montagabend in einem Interview mit dem ORF. Es werde “zumindest Appelle geben, möglicherweise aber auch die eine oder andere Verschärfung”.

Der konservative Politiker rief die Bevölkerung auf, Abstand zu halten, soziale Kontakte zu reduzieren und Maske zu tragen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. “Je stärker jeder einen Beitrag leistet, desto besser werden wir durch den Herbst und den Winter kommen”, sagte Kurz. Ziel bleibe es, einen zweiten Lockdown zu verhindern. Im Moment sei die Situation in Österreich unter Kontrolle. Die Ansteckungszahlen würden jedoch steigen und seien vor allem durch die Reiserückkehrer massiv angestiegen, so der Kanzler. Die ab morgen geltenden Lockerungen für Veranstaltungen sehe er mit einer “gewissen Skepsis”. Möglich sei, dass hier ein “Schritt zurück” gemacht werden müsse. Auch Schulschließungen seien nicht auszuschließen, allerdings werde man zuerst einzelne Schüler absondern oder Klassen schließen und erst danach - falls notwendig - die ganze Schule.

Grundsätzlich zeigte sich Kurz optimistisch, dass nach einem herausfordernden Herbst und Winter in “absehbarer Zeit” zur Normalität zurückgekehrt werden kann. In Gesprächen mit Experten habe er gehört, dass die “Forschung an einem Impfstoff und Medikament besser läuft als erwartet und bis nächsten Sommer ein Durchbruch erzielt werden kann. “Es sei absolut realistisch, dass wir in einem Jahr eine ganz andere Situation haben”, sagte Kurz.

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