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Wirtschaftsnachrichten

Wifo-Institut - Österreichs Wirtschaft büßt zum Jahresende Tempo ein

Shoppers wearing protective face masks stroll at Naschmarkt flea market as the global coronavirus disease (COVID-19) outbreak continues in Vienna, Austria, September 19, 2020. REUTERS/Lisi Niesner

Berlin (Reuters) - Die Konjunkturbelebung in Österreich verliert nach Ansicht des Wifo-Instituts an Fahrt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte Ende 2020 nur noch um 0,8 Prozent zulegen, nach einem geschätzten Anstieg von über zehn Prozent im abgelaufenen dritten Quartal, wie die Ökonomen am Freitag mitteilten. “Nach der zügigen Erholung im Sommer ist für den weiteren Jahresverlauf mit einer markanten Verlangsamung der Konjunkturdynamik zu rechnen.” Im Gesamtjahr 2020 dürfte das BIP wegen der Folgen der Virus-Pandemie um 6,8 Prozent einbrechen und im nächsten Jahr dann um 4,4 Prozent steigen.

Die Prognose fußt auf der Annahme, dass die Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise zwar verschärft werden, es aber keinen weiteren Stillstand des öffentlichen Lebens geben wird. “Ein zweiter Lockdown hätte schwere Folgen für die Wirtschaft”, betonten die Wifo-Ökonomen. Sollten Geschäfte und Fabriken ab November wieder schließen und Reisemöglichkeiten drastisch beschränkt werden, könnte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal erneut einbrechen. “Im gesamten Jahr 2020 entspräche das einer weiteren Dämpfung der BIP-Entwicklung um 2,5 Prozentpunkte gegenüber 2019, gefolgt von einer Stagnation 2021.” Die Experten vom Wiener IHS-Institut erwarten für das laufende Jahr ein BIP-Minus von 6,7 Prozent und 4,7 Prozent Wachstum für 2021.

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