9. November 2017 / 08:32 / in 14 Tagen

Steigender Ölpreis gibt Wiener OMV-Konzern Auftrieb

Wien (Reuters) - Der steigende Ölpreis und ein strikter Sparkurs haben dem Wiener OMV-Konzern im dritten Quartal zu einem Gewinnsprung verholfen.

The logo of Austrian energy group OMV is seen outside of one of its fuel stations near Salzburg, Austria, November 1, 2016. REUTERS/Leonhard Foeger

Vor allem das Upstream-Geschäft sowie die Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas profitierten von dem zuletzt anziehenden Rohstoffpreis, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Unterstützend gewirkt hätten aber auch das Raffineriegeschäft und die Weiterverarbeitung von Öl zu Treibstoffen wie Benzin und Diesel. Die entsprechende Raffineriemarge habe sich zuletzt auf 7,0 Dollar je Barrel fast verdoppelt. Auch im Gesamtjahr rechnet die OMV mit einer deutlich höheren Marge als 2016. Der Aktienkurs stieg um knapp ein Prozent.

Der um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn (CCS Ebit) legte im dritten Quartal um 52 Prozent auf 804 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn (CCS Überschuss) um sechs Prozent auf 472 Millionen Euro. Österreichs größter Industriekonzern übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem CCS Ebit von 756 Millionen Euro und einem CCS Überschuss von 417 Millionen Euro gerechnet hatten.

Bezahlt macht sich für die OMV auch der strikte Sparkurs der vergangenen Monate. Im laufenden Jahr will der Konzern weiterhin mehr als 250 Millionen Euro gegenüber 2015 einsparen. Weltweit haben sich Ölkonzerne harte Sparmaßnahmen verordnet, um die Auswirkungen des Ölpreises abzufedern. Der Rohstoff ist noch immer nur halb so teuer wie vor dem Ölpreisverfall Mitte 2014. Zuletzt kletterte der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf 63,58 Dollar - der höchste Stand seit mehr als zwei Jahren. Alleine im dritten Quartal legte er um rund ein Fünftel zu. Für das laufende Jahr erwartet die OMV weiterhin einen durchschnittlichen Ölpreis von 52 Dollar je Barrel.

Die Gesamtproduktion der Österreicher stieg zuletzt um 13 Prozent auf 341.000 Barrel pro Tag. Einerseits sei in Norwegen um 82.000 Barrel pro Tag mehr produziert worden und andererseits sei im krisengebeutelten Libyen die Förderung wieder aufgenommen worden. In dem nordafrikanischen Land standen wegen anhaltender Unruhen immer wieder die Bohranlagen still. Zuletzt konnte die OMV dort wieder 28.000 Barrel pro Tag fördern. Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern in Libyen einen Produktionsbeitrag von mehr als 20.000 Barrel pro Tag. Insgesamt will die OMV im laufenden Jahr mehr 330.000 Barrel pro Tag produzieren, nachdem es im vergangenen Jahr über 310.000 Barrel waren.

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