July 31, 2019 / 6:00 AM / 25 days ago

Höhere Produktion lässt Gewinn von Ölkonzern OMV sprudeln

The logo of Austrian oil and gas group OMV is seen at a gas station in Vienna, Austria, October 30, 2018. Picture taken October 30, 2018. REUTERS/Heinz-Peter Bader

Wien (Reuters) - Der Wiener Ölkonzern OMV hat im zweiten Quartal den niedrigeren Ölpreisen getrotzt und dank einer höheren Produktion die Gewinne gesteigert.

Sowohl bei der Suche und Förderung von Öl und Gas, als auch im Raffineriebereich konnten Zuwächse verzeichnet werden, wie die Österreicher am Mittwoch mitteilten. Der um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn (CCS Ebit) stieg von April bis Juni um 44 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro.

Profitiert habe der Konzern von höheren Verkaufsmengen infolge einer Rekordproduktion. Die Gesamtförderung kletterte im zweiten Quartal dank der Wiederaufnahme der Förderung in Libyen sowie Zukäufen um 17 Prozent auf 490.000 Fass pro Tag - das bisher höchste Niveau. Unter dem Strich legte der Gewinn (CCS Überschuss) um 88 Prozent auf 510 Millionen Euro zu. Österreichs größter Industriekonzern schnitt damit besser ab als erwartet. Im Upstream-Geschäft, also der Suche und Förderung von Öl und Gas, stieg der operative Gewinn (CCS Ebit) im zweiten Quartal um 42 Prozent auf 650 Millionen Euro. An der Wiener Börse legten die Aktien um 3,7 Prozent zu.

Für 2019 revidierte OMV die Prognose für die Gesamtproduktion leicht nach unten und rechnet nun mit etwas weniger als 500.000 Fass pro Tag. Zuvor waren rund 500.000 Fass in Aussicht gestellt worden. Ende 2018 lag die Produktion bei 427.000 Fass pro Tag. Aus dem krisengebeutelten Libyen erwartet OMV von April bis Jahresende einen Beitrag von 35.000 Barrel pro Tag. Aufgrund der Kämpfe in dem Land standen die Förderanlagen zu Jahresbeginn still. Im März hatte das Feld El Sharara - des größten Ölfeld in Libyen - die Produktion wieder aufgenommen.

Im Raffineriegeschäft, bei der Weiterverarbeitung von Öl zu Treibstoffen wie Benzin oder Diesel, sowie der Petrochemie konnte OMV ebenfalls zulegen. Das CCS Ebit erhöhte sich um 26 Prozent auf 428 Millionen Euro. OMV habe damit die weiter gesunkene Raffineriemarge kompensieren können. Die Marge sank zuletzt um 28 Prozent auf 3,62 Dollar je Barrel und lag damit auf dem niedrigsten Stand seit 2016. Im Gesamtjahr rechnet OMV mit einer Raffineriemarge von unter fünf Dollar je Barrel.

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