March 18, 2020 / 10:44 AM / in 19 days

Österreichs RBI sieht schwere Rezession und Dämpfer für das Kreditgeschäft

The logo of Raiffeisen Bank International (RBI) is seen at a branch office in Vienna, Austria March 13, 2019. REUTERS/Leonhard Foeger

Wien (Reuters) - Das österreichische Geldhaus Raiffeisen Bank International (RBI) geht davon aus, dass die Ausbreitung des Coronavirus das Kreditgeschäft dämpfen wird.

Da mit einer schweren Rezession in der Eurozone zu rechnen sei und diese auch negative Folgen auf die Märkte der RBI haben werde, müssten die Erwartungen für das Kreditwachstum reduziert werden, teilte die in Mittel- und Osteuropa sowie Russland tätige Bank am Mittwoch mit. Die Neubildungsquote dürfte 2020 auf 50 bis 75 Basispunkte steigen, abhängig von Dauer und Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs. Zudem muss mehr für faule Kredite zurückgelegt werden.

Bisher ging die RBI für die nächsten Jahre von einem Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus nach 13 Prozent im Vorjahr. Welche Auswirkungen das aktuelle Umfeld auf die Profitabilität haben werde, müsse noch geprüft werden. Bankchef Johann Strobl sieht das Institut fundamental aber gut aufgestellt. “Wir gehen aus einer Position der Stärke in die Krise”, sagte der Manger und verwies auf die Kapitalpuffer der Bank. Die harte Kernkapitalquote von zuletzt 13,9 Prozent schaffe Spielraum. Insgesamt müsse man sehen, dass es sich um Gesundheits- und keine Wirtschaftskrise handele. “Ja, es kommt zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung, aber es wird mittelfristig keine negativen Folgen haben.” Der Banker hofft, dass die Unternehmen im dritten oder vierten Quartal wieder in “Normalmodus” gehen können.

Die Risikokosten sieht die Bank im laufenden Jahr auf eine Bandbreite von 50 bis 75 Basispunkte steigen. Ausgehend von einem derzeit historisch niedrigen Niveau entspreche dies bei Annahme der oberen Bandbreite einer Verdreifachung. An den mittelfristigen Zielen einer Kosten-Ertrags-Quote von etwa 55 Prozent sowie einer Eigenkapitalrendite von elf Prozent hält die Bank fest. Auch das Mittelfristziel für die harte Kernkapitalquote (CET1 Ratio) von rund 13 Prozent wurde bestätigt. Die Dividendenausschüttungen sollen weiterhin in der Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses liegen.

Die vorläufigen Ergebnisse für 2019 wurden bestätigt. Unter dem Strich verdiente die RBI im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro - 3,4 Prozent weniger als 2018. Die Dividende soll dennoch um sieben Cent auf 1,00 Euro je Aktie steigen.

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