July 31, 2018 / 9:28 AM / in 4 months

Ryanair-Chef - Streikkosten sind relativ niedrig

Ryanair Chief Executive Michael O'Leary addresses a news conference in Schwechat, Austria, July 31, 2018. REUTERS/Heinz-Peter Bader

Schwechat (Reuters) - Der irische Billigflieger Ryanair sieht keine allzu großen Belastungen durch die Streiks auf sich zukommen.

“Die Kosten sind relativ niedrig”, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Dienstag in Wien. Der Schaden betreffe vor allem die künftigen Buchungen der Fluglinie, fügte er an.

Der Billigflieger wird derzeit von einer Streikwelle erfasst. In der vergangenen Woche legten die in Dublin stationierten Piloten sowie das Kabinenpersonal in Italien, Spanien, Portugal und Belgien zeitweise die Arbeit nieder. Die Piloten beklagen eine vergleichsweise schlechte Bezahlung und die Arbeitsbedingungen bei Ryanair. Bisher hätten jeweils rund fünf Prozent der Flüge an den drei Streiktagen gestrichen werden müssen, sagte O’Leary. Derzeit sei man in Diskussionen mit den irischen und den deutschen Piloten, die sich in einer Urabstimmung ebenfalls für einen Ausstand ausgesprochen hatten. Eine Frist für die Gespräche gebe es nicht. “Am Ende des Tages müssen wir uns mit diesen Gewerkschaften und unseren Piloten verständigen. Aber solange es gesunden Menschenverstand auf ihrer Seite gibt, werden wir Vereinbarungen treffen. Wenn wir Menschen haben, die nur Streiks haben wollen, um Streiks zu haben, dann können sie Streiks haben und sie werden feststellen, dass sich Arbeitsplätze und Flugzeuge bewegen”, sagte O’Leary.

Für den schwelenden Gerichtsstreit mit der deutschen Lufthansa zeigte sich der Ryanair-Chef zuversichtlich. “Laudamotion gewinnt den Fall”, sagte O’ Leary. Mit einem Urteil rechnet er im Dezember oder Januar. Der Prozessstart ist für den 20. November geplant. Laudamotion-Geschäftsführer Andreas Gruber rechnet daher damit, dass der österreichische Ferienflieger die neun Flugzeuge von Lufthansa behalten wird können, wie er auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit O’Leary sagte. Ryanair steht kurz davor, bei der österreichischen Beteiligung Laudamotion auf 75 Prozent aufzustocken.

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