March 17, 2020 / 1:00 PM / 19 days ago

Coronavirus legt Österreichs Reiseverkehr lahm

The logo of Austrian Federal Railways OeBB is seen on a carriage at the main station in Vienna, Austria, April 26, 2018. REUTERS/Lisi Niesner

Wien (Reuters) - In Österreich bringen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus den Reiseverkehr praktisch zum Erliegen.

Während die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) einen massiven Rückgang bei den Fahrgästen spüren und ihr Streckennetz ausdünnen, steht der Linienflugbetrieb am Flughafen Wien vor einer kompletten Schließung, wie ein Flughafen-Sprecher am Dienstag sagte. Am Montag hatten bereits die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines sowie die Ryanair-Tochter Laudamotion die Einstellung ihres Flugbetriebs angekündigt. Für Frachtflüge und Rückholaktionen des Außenministeriums werde Österreichs größter Flughafen aber weiterhin in Betrieb bleiben.

Auch innerhalb Österreichs reisen die Menschen nun deutlich weniger, nachdem die Regierung Ausgangsbeschränkungen verhängt hatte. Die staatliche Eisenbahngesellschaft ÖBB zählte am Montag um 70 Prozent weniger Fahrgäste als üblich, zitierte die Agentur APA Konzernchef Andreas Matthä. Der Umsatz sei sogar um 80 Prozent eingebrochen. Bei den Wiener Linien, die in der Hauptstadt das U-Bahnnetz sowie die Straßenbahnen und Busse betreiben, wurden am Dienstag laut APA um 60 Prozent weniger Fahrgäste registriert.

Keine Einschränkungen gebe es auch beim Zug-Züterverkehr, der zur Versorgung international aufrechterhalten werde. An den Grenzen würden aber die Loks und Lokführer der Güterzüge ausgewechselt, erklärte der Konzern. Der Personenverkehr nach Deutschland sei künftig nur für Personen mit gültigen deutschen Reisedokumenten beziehungsweise Personen mit Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland möglich.

Österreich hat als Nachbarland von dem besonders stark vom Coronavirus betroffenen Italien bereits in der Vorwoche zahlreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Verbreitung beschlossen. Insgesamt wurden laut Gesundheitsministerium über 1132 Menschen positiv getestet. Todesfälle wurden bislang drei gemeldet.

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