February 7, 2019 / 7:04 AM / 14 days ago

Voestalpine-Chef kämpft zum Abschied mit Gewinnschwund

FILE PHOTO: The logo of steelmaker Voestalpine stands in front of the steel plant Donawitz in Leoben, Austria, August 11, 2018. REUTERS/Lisi Niesner/File Photo

Düsseldorf (Reuters) - Wenige Monate vor seinem Abschied von der Konzernspitze muss Voestalpine-Chef Wolfgang Eder einmal mehr mit den Unwägbarkeiten des Stahlgeschäfts kämpfen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 (per Ende März) schmolz der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 50 Prozent auf 276 Millionen Euro. “Während es gelungen ist, die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen 2018/19 im Vergleich zum Vorjahr weiter zu erhöhen, spiegelt die schwächere Ergebnisentwicklung neben der konjunkturellen Eintrübung auch die Auswirkungen negativer interner Einmaleffekte wider”, erklärte Eder. Der Manager gibt Anfang Juli den Chefposten bei dem Linzer Konzern nach 15 Jahren ab.

Zu den Sondereffekten gehörten nach seinen Worten höhere Hochlaufkosten am Automotive-Standort Catersville in den USA sowie Rückstellungen für eine drohende Strafe durch das Bundeskartellamt. Die nötige Vorsorge für eine etwaige Strafe hatte bereits Thyssenkrupp im vergangenen Geschäftsjahr die Ergebnisse verdorben. Voestalpine hatte darüber Mitte Januar informiert, als Eder zum zweiten Mal binnen weniger Monate die Prognose senkte. Das Betriebsergebnis (Ebit) solle im Gesamtjahr bei 750 Millionen Euro liegen, bekräftigte er nun. Die Umsätze sollen den Vorjahreswert übertreffen und damit einen Rekordwert erreichen. In den ersten neun Monaten kletterten die Erlöse um rund fünf Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro. Das Ebit fiel um fast 40 Prozent auf 526 Millionen Euro.

STAHLINDUSTRIE GERÄT WIEDER UNTER DRUCK

Die Stahlindustrie gerät derzeit in schwierigeres Fahrwasser. Die schwächelnde Autoindustrie gehört zu den wichtigsten Kunden. “Ebenfalls den Höhepunkt der Nachfrage überschritten hat die Konsumgüter- und Elektroindustrie”, erklärte Voestalpine.” Der schwächelnde Ölpreis führe bei Ausrüstern zu einer niedrigeren Nachfrage, die Konjunktur in China habe an Wachstumsdynamik eingebüßt und in Europa könne ein harter Brexit das gesamtwirtschaftliche Klima beeinflussen. Der deutsche Branchenzweite Salzgitter hatte am Dienstag für das laufende Geschäftsjahr einen deutlich sinkenden Vorsteuergewinn in Aussicht gestellt. Thyssenkrupp legt am 12. Februar seine Quartalszahlen vor, hat aber bereits schwächere Werte in Aussicht gestellt.

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