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SPÖ bleibt in Wien stärkste Kraft - ÖVP legt stark zu

Austria's Chancellor Sebastian Kurz arrives on the second day of a European Union leaders summit in Brussels, Belgium October 2, 2020. Olivier Matthys/Pool via REUTERS

Wien (Reuters) - Bei der Kommunalwahl in Wien haben die Sozialdemokraten (SPÖ) zugelegt und sind mit Abstand stärkste Kraft geworden.

Die Partei kam am Sonntag nach der ersten Hochrechnung auf 41,7 Prozent - 2,1 Prozentpunkte mehr als zuletzt. Die österreichische Hauptstadt ist eine Hochburg der SPÖ, die seit 1945 den Bürgermeister stellt. Die Partei von Bundeskanzler Sebastian Kurz, die konservative Volkspartei (ÖVP), ist in Wien traditionell schwach. Mitten in der Corona-Krise konnte sie 9,4 Prozentpunkte gegenüber ihrem historisch schlechtesten Ergebnis in Wien von 2015 zulegen. Sie sicherte sich mit 18,7 Prozent den zweiten Platz.

Die rechtspopulistische FPÖ hat nach der Ibiza-Affäre rund um ihren Ex-Chef und früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache mehr als Zweidrittel ihrer Wähler verloren und kam nur auf 7,5 Prozent. Strache erreichte mit seiner neuen Partei “Team HC Strache - Allianz für Österreich” 3,6 Prozent und dürfte damit an der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in das Wiener Stadtparlament scheitern. Die Grünen, die derzeit mit der SPÖ in Wien regieren, konnten 2,7 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent zulegen. Die liberalen Neos verbesserten sich 1,9 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent.

Welche Koalition in Wien künftig regieren wird, war am Abend völlig offen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hielt sich zunächst bedeckt. Keine Rolle bei der Regierungsbildung dürfte die FPÖ spielen. Der frühere FPÖ-Chef Strache war im Mai vergangenen Jahres nach der Veröffentlichung eines belastenden Videos über ihn von allen politischen Funktionen zurückgetreten. Das in Ibiza aufgenommen Video zeigt, wie er einer angeblichen russischen Oligarchin Staatsaufträge im Gegenzug für Wahlkampfhilfen in Aussicht gestellt hatte.

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