May 14, 2020 / 12:42 PM / 2 months ago

Wienerberger-Chef fährt nach Corona-Shutdown Werke wieder hoch

The logo of Wienerberger, the world's biggest brick maker, is seen at its headquarters in Hennersdorf, Austria August 13, 2019. REUTERS/Leonhard Foeger

Wien (Reuters) - Der weltgrößte Ziegelhersteller Wienerberger fährt nach dem Corona-bedingten Stillstand in einigen Ländern seine Produktion wieder hoch.

“Ich gehe davon aus, dass im Monat Juni zum Ende hin sämtliche Werksstandorte wieder in Betrieb sind”, sagte Konzernchef Heimo Scheuch am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Der Manager geht davon aus, dass die Nachfrage rasch wieder auf etwa 80 Prozent zurückkommen werde.

Gleichzeitig stellt sich der Wiener Konzern mit seinen weltweit 200 Werken darauf ein, dass das in der Baubranche traditionell starke zweite Quartal in diesem Jahr am stärksten von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sein wird. Für 2020 mussten die Ziele gestutzt werden.

Grundsätzlich sei Wienerberger aber heute krisenfester aufgestellt als vor zehn Jahren, betonte Scheuch. Damals war der Konzern als reiner Ziegelhersteller noch auf den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäuser fokussiert. Heute versteht sich Wienerberger als Komplettanbieter von Lösungen im Baubereich und ist auch im Bereich Renovierungen aktiv.

Zuletzt hätten noch die Werke in Italien, Frankreich, England und Irland stillgestanden, erklärte der Manager. In England, dem wichtigsten Einzelmarkt, waren alle 14 Werke außer Betrieb. “Wir beginnen hier schrittweise über die nächsten eineinhalb Monaten wieder hochzufahren”, sagte Scheuch. Auch in Frankreich sei man bereits dabei die Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Im März brach der Konzernumsatz um rund 30 Prozent ein. “Das setzt sich auch im April und Mai so fort”, kündigte Scheuch an. Für das Gesamtjahr werde mit einem Marktrückgang um 15 bis 20 Prozent gerechnet. Der bereinigte operative Gewinn wird 2020 zwischen 440 und 480 Millionen Euro erwartet. Vor Corona war der Konzern noch von einem Ebitda zwischen 625 und 645 Millionen Euro ausgegangen nach 587 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

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