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Österreich verbietet wegen Corona Apres-Ski-Partys

The cable car station is seen in Ischgl, Austria, July 23, 2020. Hundreds of Austrians were infected and thousands of foreign tourists say they were too as the coronavirus found a breeding ground in crowded apres-ski bars in the ski resort of Ischgl in February and early March. Picture taken July 23, 2020. REUTERS/Lisi Niesner

Wien/Berlin (Reuters) - In den österreichischen Skigebieten wird es im kommenden Winter wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen keine Apres-Ski-Partys geben.

Skifahren, Einkaufen, Essen gehen, Kultur und Wellness sollten möglich sein, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Donnerstag. “Was nicht möglich sein wird, ist Apres Ski in der Art und Weise, wie wir es aus der Vergangenheit kennen (...) “Skivergnügen ja, aber ohne Apres-Ski”. In Berlin gab es nach den jüngsten Quarantäne-Fällen im Bundeskabinett vorläufige Entwarnung für die übrigen Minister: Sie müssen sich nach Angaben eines Regierungssprechers nicht isolieren, da das Kabinett bei seinen Treffen die Hygiene- und Abstandsregeln einhalte. Außenminister Heiko Maas und Wirtschaftsminister Peter Altmaier sind in häuslicher Quarantäne, nachdem sie mit Corona-Infizierten Kontakt hatten.

Österreichs Kanzler Kurz kündigte strenge Regeln an, um einen sicheren Wintertourismus zu ermöglichen. So müsse etwa beim Anstellen bei einer Seilbahn ein Abstand von einem Meter eingehalten werden, in den Gondeln sei eine Alltagsmaske vorgeschrieben. Um Gedränge in Bars und auf Terrassen zu vermeiden, darf nur an Tischen im Sitzen gegessen und getrunken werden. Zudem wird die Sperrstunde in Vorarlberg, Tirol und Salzburg auf 22.00 Uhr vorverlegt. Skilehrer und Hotelangestellte sollen sich zudem regelmäßig auf das Virus testen lassen.

Im vergangenen Winter hatte sich der für seine Apres-Ski-Szene bekannte Tiroler Skiort Ischgl zu einem Corona-Hotspot entwickelt. Tausende Urlauber steckten sich dort zu Beginn der Pandemie an und verbreiteten das Virus dann auf der ganzen Welt. Vor allem die überfüllten Apres-Ski-Bars galten als idealer Nährboden für die Verbreitung des Virus. Der Tourismus ist für Österreich eine wichtige Einnahmequelle, er macht 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus und sorgt für Hunderttausende Arbeitsplätze. Pro Wintersaison werden mehr als 59 Millionen Übernachtungen verzeichnet.

RUSSLAND MELDET HÖCHSTEN TAGESANSTIEG SEIT 12.JULI

Für Deutschland meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 2143 neue Corona-Infektionen. Damit liegt die Gesamtzahl nun bei 278.070. 19 weitere Menschen starben, die positiv getestet worden waren. Die vom RKI errechnete Zahl der Todesfälle steigt damit insgesamt auf 9428.

Das Coronavirus ist weltweit weiter auf dem Vormarsch. Russland meldete mit 6595 Neuinfektionen den höchsten Tagesanstieg seit dem 12. Juli. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen stieg dort auf knapp 1,3 Millionen. Das sind die viertmeisten Fälle weltweit nach den USA, Indien und Brasilien. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich binnen 24 Stunden um 149 auf 19.948. Auch in den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen unvermindert an: In den vergangenen 24 Stunden infizierten sich dort nach einer Reuters-Erhebung weitere 40.364 Menschen mit dem Coronavirus, insgesamt wurden bislang 6,95 Millionen Fälle bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten in den USA erhöhte sich um mindestens 1123 auf insgesamt 202.001.

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