July 25, 2018 / 7:07 AM / 23 days ago

Mindestens 50 Tote bei Anschlägen in Süd-Syrien

Beirut (Reuters) - Mit einer Serie von Anschlägen im schwer umkämpfen Südwesten Syriens haben islamistische Aufständische offiziellen Angaben zufolge Dutzende Menschen getötet.

A Syrian army soldier stands next to a Syrian flag in Umm al-Mayazen, in the countryside of Deraa, Syria, July 10, 2018. REUTERS/Omar Sanadiki

Bei den blutigsten Attacken in den von der Regierung kontrollierten Gebieten seit Monaten seien mindesten 50 Menschen ums Leben gekommen, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde in der Stadt Sweida dem Hisbollah-Sender al-Manar TV am Mittwoch. Mindestens weitere 78 wurden demnach verletzt. In dem Ort sprengten sich mindestens zwei Angreifer in die Luft. Der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge wurden zwei weitere getötet, bevor sie ihre Bomben zündeten. Verantwortlich machten die Behörden die Miliz Islamischer Staat (IS), die militärisch immer stärker unter Druck gerät.

Nach einem Bericht des staatlichen TV-Senders Ichbarija sprengte sich am Morgen ein Selbstmordattentäter nahe einem Marktplatz in Sweida in die Luft. Ein zweiter Attentäter habe seinen Sprengsatz in einem anderen Stadtteil gezündet, meldete Sana. Zeitgleich hätten IS-Kämpfer drei Dörfer nordöstlich von Sweida attackiert, berichteten Staatsmedien und der Opposition nahestehende Kriegsbeobachter. Die Luftwaffe habe IS-Verstecke bombardiert. Am Nachmittag war die Lage in der Stadt nach Angaben des Gouverneurs wieder ruhig.

Die von Russland und dem Iran unterstützen Truppen von Präsident Baschar al-Assad und eine von den USA geführte Allianz haben den IS in separaten Offensiven nahezu überall in Syrien zurückgedrängt. Die in London ansässige oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die IS-Kämpfer hätten Sweida und die umliegenden Dörfer von ihren letzten Stellungen nordöstlich der Stadt aus angegriffen. Der Rest der Region sein unter Kontrolle der Regierung.

In den vergangenen Wochen hatte sich das Kriegsgeschehen immer mehr in Richtung der von Israel annektierten Golanhöhen verlagert. Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs durch das israelische Militär am Dienstag haben die Vereinten Nationen (UN) vor einem wachsenden Konflikt zwischen beiden Staaten gewarnt. Seit 1974 überwachen UN-Friedenstruppen (UNDOF) eine Pufferzone zwischen beiden Staaten an den Golanhöhen.

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