May 31, 2018 / 9:22 AM / 3 months ago

Assad fordert US-Truppen zum Abzug aus Syrien auf

Beirut (Reuters) - Syriens Präsident Baschar al-Assad hat die USA aufgefordert, Lehren aus dem Irakkonflikt zu ziehen und ihre Truppen aus Syrien zurückzuholen.

Syria's President Bashar al Assad gestures during an interview with a Greek newspaper in Damascus, Syria in this handout released May 10, 2018. SANA/Handout via Reuters THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE.

In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Russia Today sagte Assad: “Sie sind ohne rechtliche Grundlage in Irak eingedrungen und schauen Sie, was daraus wurde. Sie müssen die Lehren daraus ziehen. Irak ist keine Ausnahme, und Syrien ist keine Ausnahme. Die Völker der Region werden keine ausländische Einmischung mehr akzeptieren.”

Assad erklärte sich bereit, mit den von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Streitkräften (SDF) zu verhandeln. Die SDF, eine von Kurden dominierte Miliz, kontrolliert Gebiete im Norden und Osten Syriens, wo auch US-Truppen stationiert sind. Die Regierung sei für Verhandlungen offen, denn die SDF seien auch Syrer, die nicht “Marionetten” ausländischer Kräfte sein wollten. Zugleich machte Assad klar, wenn es nicht zu Verhandlungen komme, würden die von der SDF kontrollierten Gebiete “mit Gewalt befreit werden”. Andere Optionen gebe es nicht, ganz gleich, ob Amerikaner dort seien oder nicht. “Dies ist unser Land, und es zu befreien ist unser Recht und unsere Pflicht”, sagte Assad. “Die Amerikaner müssen gehen, und früher oder später werden sie gehen.”

Auf Trumps Bemerkung angesprochen, Assad sei ein Tier, sagte dieser, er verwende solch eine Sprache nicht. Es gebe ein bekanntes Prinzip: “Du bist, was du sagst.”

Trump hatte sich in dieser Weise nach Berichten über einen mutmaßlichen syrischen Giftgasangriff in Ghuta geäußert. Assad bestritt abermals diesen Vorwurf. Man müsse sich fragen, in wessen Interesse solch ein Giftgaseinsatz läge, da die syrischen Truppen in Ghuta schon gesiegt hätten. Außerdem habe Syrien keine Chemiewaffen und würde sie nicht gegen das eigene Volk einsetzen.

Der Westen reagierte auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Ghuta mit Luftangriffen. Assad verwies darauf, dass man in Syrien einem direkten Konflikt zwischen den Atommächten Russland und USA “sehr nahe gekommen” sei. Glücklicherweise sei dies vermieden worden, “aber nicht wegen der Weisheit der amerikanischen Führung, sondern dank der Weisheit Russlands”.

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