July 10, 2019 / 4:48 PM / in 12 days

Chemiewaffeninspektoren starten mit ersten Untersuchungen in Syrien

Den Haag (Reuters) - Ein neu geschaffenes Untersuchungsteam für chemische Waffen soll Insidern zufolge neun angebliche Angriffe in Syrien überprüfen.

Die im vergangenen Jahr gegründete zehnköpfige IIT-Gruppe (Investigation and Identification Team) solle als ersten Ort die Stadt Duma unter die Lupe nehmen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Team war im Juni 2018 zusammengestellt worden, um die Schuldigen für die Angriffe mit verbotener Munition zu ermitteln. Die Mitgliedsländer der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) stimmten damals für die Gründung der Gruppe, die mehr Machtbefugnisse erhielt. Der Schritt wurde von Damaskus und seinem Verbündeten Russland abgelehnt.

Die OPCW wurde gegründet mit dem Ziel, die Welt von Chemiewaffen zu befreien. Syrien trat der Organisation 2013 bei. Die Regierung in Damaskus erklärte sich damit einverstanden, Waffeninspektoren Zugang zu gewähren. Mit dem Schritt wollte das Land die unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama angedrohten Luftangriffe abwenden. Die OPCW hatte zuletzt erklärt, dass bei der Bombardierung Dumas Chemiewaffen zum Einsatz gekommen seien. Bei dem Angriff im April 2018 kamen Dutzende Zivilisten ums Leben. Die syrische Regierung weist zurück, Chemiewaffen jemals eingesetzt zu haben.

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